05:17 23 März 2017
Radio
    Anti-Terror-Razzia in Brüssel

    Belgische Polizei: Einer der Brüssel-Terroristen gab sich als Flüchtling aus

    © REUTERS/ Christian Hartmann
    Panorama
    Zum Kurzlink
    92550739

    Einer der Organisatoren des Sprengstoffanschlags im Brüsseler Flughafen könnte nach Vermutung der belgischen Polizei im September 2015 mit einem gefälschten syrischen Pass in die Europäische Union eingereist sein, wie der Fernsehsender RTL mitteilte.

    Die Ermittler haben Fingerabdrücke dieses Mannes in einer Wohnung in der Brüsseler Kommune Schaerbeek entdeckt, von wo ein Taxifahrer zwei Selbstmordattentäter in Begleitung eines dritten Mannes zum Flughafen gebracht hatte. Der Letztgenannte soll eine mit Sprengstoff gefüllte Tasche am Flughafen stehen lassen haben und verschwunden sein.

    Es wird vermutet, dass dieser Mann im September 2015 mit einer Gruppe illegaler Migranten auf einem Schiff auf der griechischen Insel Eros angekommen war und einen gefälschten syrischen Pass auf den Namen des 28-jährigen Naim al-Hamed mit sich geführt hatte. Laut dem TV-Sender waren die beiden Attentäter, die sich am 13. November am Pariser Station „Stade de France“ in die Luft sprengten, mit demselben Schiff gekommen.

    Am 22. März waren im internationalen Flughafen von Brüssel zwei Bomben gezündet worden. Eine dritte Explosion erfolgte in der U-Bahnstation Maelbeek. Bei den Anschlägen sind 32 Menschen ums Leben gekommen und 340 zum Teil schwer verletzt worden.

    Zum Thema:

    Polizei in Brüssel fasst dritten Flughafen-Attentäter - Medien
    Karte des Flughafens Brüssel in Athener Wohnung von Paris-Attentäter sichergestellt
    Brüssel-Anschläge: Hat Belgien Warnungen bewusst in den Wind geschlagen?
    Tags:
    Belgien