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08:21 24 Juli 2019
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    Ukrainische Pilotin Nadeschda Sawtschenko

    Russische Ermittlungsbehörde hält Austausch ukrainischer Soldatin doch für möglich

    © Sputnik / Sergei Pivovarov
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    Ein Austausch der ukrainischen Soldatin Nadeschda Sawtschenko, die wegen Verwicklung in den Mord an zwei russischen TV-Journalisten im Donbass zu 22 Jahren Haft verurteilt wurde, ist laut dem Sprecher der russischen Ermittlungsbehörde, Wladimir Markin, möglich, jedoch erst nach Inkrafttreten des Urteils.

    „Natürlich fordert die Gerechtigkeit, dass sie (die ukrainische Militärpilotin Sawtschenko – Anm. d. Red.) alle 22 Jahre absitzt. Aber wenn es helfen kann, gute und rechtschaffene Leute aus Kiewer Gefängnissen zu befreien, kann man doch einen Austausch erwägen“, so Markin in einem Artikel zum Fall Sawtschenko in der Lokalzeitung „Wetschernij Tscheljabinsk“.

    Die Ermittlungsbehörde hat die Publikation Markins bestätigt. Er unterzeichnete seinen Beitrag mit „Auf ewig Ihr Korrespondent Wladimir Markin“ und mit einem Foto des Sprechers der Ermittlungsbehörde versehen.

    „Laut Gesetz gibt es nur eine Möglichkeit – die Überführung in die Heimat zum Verbüßen der Haftstrafe. Ohne ein Geständnis und Reue kann es keine Begnadigung geben. In jedem Fall obliegt die Begnadigung allein dem Präsidenten Russlands, nur er kann solche Entscheidungen treffen“, heißt es in der Publikation.

    Nach der Version der Ermittler befand sich die ukrainische Soldatin Sawtschenko am 17. Juni 2014 im Bataillon „Aidar“ im Raum der Siedlung Metallist im Gebiet Lugansk, wo sie aus verdeckter Beobachterposition der Artillerie Standortkoordinaten eines Blockpostens der Lugansker Volksmiliz übermittelte, wo sich gerade ein dreiköpfiges russisches Kamerateam und andere Zivilisten aufhielten. Zwei Journalisten wurden bei dem Beschuss getötet.

    Ein russisches Gericht verurteilte Sawtschenko am 22. März zu 22 Jahren Lagerhaft, faktisch zu 20 Jahren und vier Monaten Freiheitsentzug unter Berücksichtigung der in Untersuchungshaft verbrachten acht Monate.

    Der Chef der Kreml-Administration, Sergej Iwanow, erklärte am 25. März, dass ein Austausch von Sawtschenko gegen in der Ukraine festgenommene russische Staatsbürger theoretisch möglich sei. Wie er betonte, könne eine solche Entscheidung jedoch ausschließlich der Präsident treffen. Außerdem stehe dies in keinerlei Beziehung zu den Abkommen von Minsk, da Russland keine Konfliktseite sei.

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    Sergej Iwanow, Wladimir Markin, Nadeschda Sawtschenko, Russland, Ukraine