12:11 25 April 2019
SNA Radio
    Bau der Kathedralmoschee auf der Krim

    Türkei-Substitution: Russische Auftragnehmer bauen Krim-Moschee weiter

    © Sputnik / Artyom Kreminsky
    Panorama
    Zum Kurzlink
    116623

    Der Bau einer Kathedralmoschee auf der Krim wird fortgesetzt, nachdem die Arbeiten unterbrochen werden mussten, weil der Generalauftragnehmer eine türkische Firma war.

    Die Krim-Regierung stoppte die Geschäftsbeziehungen mit Ankara, nachdem die Türkei ein russisches Kampfflugzeug im syrischen Luftraum abgeschossen hatte. Laut dem Vize-Premierminister der Krim-Republik, Ruslan Balbek, soll der Bau jedoch schon 2019 abgeschlossen werden.

    „Der Bau der Kathedralmoschee wird fortgesetzt, jetzt mit der Beteiligung mehrerer russischer Auftragnehmer“, sagte Balbek.

    Ursprünglicher Generalauftragnehmer war das türkische Bauunternehmen Erbek, aber wegen der verschlechterten Beziehungen zwischen Moskau und Ankara nach dem Abschuss durch die Türkei eines russischen Jets über Syrien am 24. November vergangenen Jahres beschloss auch die Krim-Regierung, alle geschäftlichen Kontakte mit dem Land abzubrechen. Auch der Bau der Moschee wurde unterbrochen.

    Die Kathedralmoschee im südlichen Teil der Stadt Simferopol wird bis zu 5.000 Gläubige unterbringen können. Laut Balbek soll sie „die größte Moschee der Krim werden“.

    Laut dem Projekt soll sie zwei Teile in sich vereinigen: ein Hauptgebäude von 37 Quadratmetern mit einer Kuppel in einer Höhe von 28 Metern und einem Innenhof mit Säulengang sowie einer Stelle zur Waschung vor Salāt, dem rituellen Gebet im Islam und oberster Pflicht für alle volljährigen Muslime. Die Moschee soll vier Minarette mit einer Höhe von jeweils 50 Metern erhalten.

    Krim-Tataren
    © Sputnik / Artem Kreminsky
    Das Bauprojekt „befindet sich unter der Schirmherrschaft des russischen Präsidenten“, erläuterte Mufti Emirali Ablajew bei der Eröffnung der Krim-Konferenz der krimtatarischen Geistlichen und der gesellschaftlichen Organisationen im Januar.

    Zuvor beteuerte Balbek, dass auf die Kathedralmoschee auf der Halbinsel Krim „seit Jahren gewartet werde“. Nach seinen Worten würden die Bauarbeiten „aus russischen Quellen“ finanziert. Die Kosten würden auf zwei Milliarden Rubel geschätzt. Nach dem Beitritt der Krim zu Russland hatten die islamisch geprägten russischen Teilrepubliken Tschetschenien und Tatarstan ihre Hilfe beim Bau der Hauptmoschee auf der Krim versprochen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Kernwaffen auf Krim? – Moskau besteht auf Souveränität
    Expertin: Wiedervereinigung von Krim und Russland stoppte NATO-Osterweiterung
    Zoos auf der Krim züchten Tiger und Löwen für China
    US-Spionagedrohne vor Krim geortet
    Tags:
    Moscheen, Krim, Türkei, Russland