02:48 17 November 2019
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    Flüchtlinge aus Syrien in Beirut

    Libanesische Polizei befreit 75 minderjährige Sexsklavinnen

    © AP Photo / Hassan Ammar
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    Mitarbeiter der libanesischen Sicherheitskräfte haben die landesweit größte Menschenhändlerbande enttarnt und 75 minderjährige Mädchen befreit, die zur Prostitution gezwungen wurden, teilte die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf einen Polizeibericht mit.

    Die meisten Sexsklavinnen stammen laut der libanesischen Polizei aus Syrien. Einige von ihnen  wurden von den Verbrechern aus den Flüchtlingslagern herausgelockt, manche wurden aber  von anderen  Syrern verkauft.

    Es wird erwähnt, dass die Mädchen verprügelt und gefoltert wurden. Außerdem drohten ihnen die Verbrecher, Nacktfotos von ihnen zu veröffentlichen, wenn sie sich weigern sollten, Prostitution zu betreiben.

    Die Polizisten nahmen während einer Razzia 18 Personen fest, darunter acht Frauen und zehn Männer, die die Mädchen in den Nachtklubs und Wohnungen bewacht hatten, wo sie Sexdienstleistungen verrichtet hatten. Die Bande  agierte in der Stadt Jounieh, nördlich der libanesischen Hauptstadt Beirut. Zwei Täter sind gegenwärtig  auf der Flucht.

    Der fünfjährige Konflikt in Syrien hat den Zuzug der Flüchtlinge in den benachbarten Libanon deutlich vergrößert, betont Reuters. Jüngsten Angaben zufolge hat ihre Zahl zwei Millionen überschritten. Viele Flüchtlinge sind verarmt und schutzlos.

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    Tags:
    Sexsklaverei, Libanon, Syrien