12:17 19 Februar 2020
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    Jüngste Satellitenbilder haben „verdächtige“ Aktivitäten in der nordkoreanischen Hauptatomanlage Nyŏngbyŏn aufgezeichnet, wie das amerikanisch-südkoreanische Portal „38 North“ berichtet.

    Laut der Agentur Reuters können das beispielsweise Vorbereitungsarbeiten zur Herstellung von Plutonium für Atombomben sein. Nach Angaben von „38 North“ wurden in den letzten fünf Wochen massenweise Emissionen am Heizkraftwerk des Nyŏngbyŏn-Labors fixiert.

    „Gaseruptionen können dort selten festgestellt werden, im vergangenen Winter wurde kein einziger Fall registriert. Die Emissionen lassen die Vermutung zu, dass die Betreiber von Verarbeitungsanlagen Gebäude anwärmen, die Werte sprechen für eine aktuelle oder künftige Aktivitätszunahme“, heißt es im Bericht des Analyseportals.

    Daher bleibe zunächst noch unklar, ob Plutonium schon jetzt oder erst zukünftig verarbeitet werde.

    Nordkorea hatte sich im Jahre 2005 zur Nuklearmacht erklärt und in den Jahren 2005, 2006, 2009 und 2013 unterirdische Atomtests durchgeführt, auf die die Weltgemeinschaft mit Protesten reagierte.

    Als Antwort auf die Handlungen Pjöngjangs verabschiedete der UN-Sicherheitsrat eine Reihe von Resolutionen, in denen von Nordkorea gefordert wird, die Tätigkeit im Atombereich einzustellen.

    Die Resolutionen 1718 und 1874 beinhalten neben Sanktionen auch die Forderungen an Nordkorea, keine Kernwaffentests und keine Starts von ballistischen Raketen durchzuführen sowie zu den Verhandlungen über die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zurückzukehren.

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    Tags:
    Satellit, Sanktionen, Plutonium, Atomkraftwerk, Nordkorea