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    WikiLeaks-Umfrage: Wollen wir wirklich absolut alle Panama Papers einsehen?

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    Enthüllungen der „Panama Papers“ (30)
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    Die Enthüllungsplattform WikiLeaks lässt auf Twitter abstimmen, ob die rund 11 Millionen Dokumente der sogenannten Panama Papers genauso veröffentlich werden sollen, wie alle anderen Datenlecks auf der Webseite der Organisation. Bislang habe kaum jemand etwas dagegen.

    95 Prozent der User haben bisher* mit „Ja“ geantwortet. Nur 5 Prozent sind der Meinung, dass die Medien mit ihrer ausgewählten Veröffentlichung der Panama Papers weitermachen sollten.

    Investigativ-Reporter von mehr als 110 Medien aus über 80 Ländern, koordiniert von der Süddeutschen Zeitung, wollen durch ein Datenleck 215.000 Briefkastenfirmen entdeckt haben, die die panamaische Anwaltskanzlei Mossack Fonseca gegründet haben soll. Sie behaupten, dass führende Politiker und Prominente gewaltige illegale Finanzen besitzen und in dubiose Geschäfte verwickelt sind. Nun will die Whistleblower-Plattform WikiLeaks, im Gegensatz zu den großen Medien, ohne jegliche Bewertung alle rund 11 Millionen Dokumente öffentlich machen.

    Die Enthüllungswebsite WikiLeaks, die 2006 gegründet wurde, ist vor allem für die Aufdeckung von PR-Strategien US-amerikanischer Geheimdienste in Deutschland und Frankreich im Jahre 2010 sowie die größte Veröffentlichung von „sicheren“ Dokumenten des US-Militärs bekannt.

    Im selben Jahr hatte WikiLeaks durch die Publikation von rund einer Viertelmillion diplomatischer US-Berichte über zahlreiche Regierungen und deren Mitglieder in aller Welt für internationales Aufsehen gesorgt.

    *bis zur Publikation des vorliegenden Artikels

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    Tags:
    Panama Papers, Süddeutsche Zeitung, WikiLeaks, Panama