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    Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos

    Tag zwei des EU-Türkei-Deals: Abschiebung stockt – Flüchtlinge verschwunden

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    Migrationsproblem in Europa (1281)
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    Die europäische Grenzschutzagentur Frontex hat zwei Abschiebefahrten mit Flüchtlingen aus Griechenland in die Türkei gestrichen, da viele der auf den Abschiebelisten stehenden Migranten nicht mehr in den Hotspots angetroffen wurden, wie die Zeitung Politis mitteilt.

    Am Montag hat die zwischen der EU und Türkei vereinbarte Rückführung der Flüchtlinge begonnen. Von der griechischen Insel Lesbos waren 136 Menschen, von Chios 66 Personen in die Türkei gebracht worden.

    Im Hafen von Chios herrscht allerding schon jetzt Chaos: Die Polizei kann rund 100 Migranten nicht ausfindig machen, die heute in die Türkei abgeschoben werden sollten, so der Zeitungsbericht.

    Ein Polizeibeamter auf Chios erklärte laut Politis: Es sei eine Liste von 250 Personen zusammengestellt worden, die von Montag bis Mittwoch von der Insel in die Türkei gebracht werden sollten. Viele dieser Migranten hielten sich nicht mehr in den Hotspots auf oder hatten bereits einen Asylantrag gestellt – das sei der Grund dafür, dass Frontex die Überfahrten mit Flüchtlingen in die Türkei verschoben habe.

    Wann die geplanten Schifffahrten in die türkische Stadt Dikeli nun ablegen werden, ist zurzeit noch unklar.

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    Abschiebung von Flüchtlingen aus Griechenland in die Türkei
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    Abschiebung, Migranten, Flüchtlingskrise, Flüchtlingscamp, Lesbos, Europäische Union, Türkei, Griechenland