11:20 01 Dezember 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 245
    Abonnieren

    Knapp 25 Jahre nach einem Mord an Pilgern der Sikh-Minderheit ist in Indien eine Gruppe von Polizisten zu jeweils lebenslanger Haft verurteilt worden, wie BBC News berichtet.

    Laut den Ermittlungsbehörden hatten die Beamten im Jahr 1991 einen Bus mit einer Gruppe Sikhs aufgehalten, die gemeinsam mit ihren Kindern durch den Staat Uttar Pradesh reisten. Zehn Pilger wurden aus dem Bus gezerrt, in Gruppen geteilt und dann im Dschungel erschossen. 

    Die Polizisten begründeten ihr Vorgehen damit, dass die Pilger bewaffneten Widerstand geleistet hätten. Das Gericht kam jedoch zu dem Schluss, dass die Polizisten die Sikhs provoziert haben, um sich auf diese Weise Auszeichnungen zu verdienen. 

    Obwohl zuerst Anklage gegen 57 Polizisten erhoben worden war, wurden lediglich 47 von ihnen zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Zuge des langwierigen Verfahrens waren zehn von ihnen gestorben.

    Im Jahr 1991 waren mehrere Überfälle von Extremisten auf die indischen Sicherheitsdienste gemeldet. Diese hatten einen unabhängigen Sikh-Staat gründen wollen.

    Sikhs sind Anhänger einer im 15. Jahrhundert in Nordindien entstandenen religiösen Reformbewegung. "Sikh" bedeutet übersetzt "Schüler". Die Religion wurde von dem Wanderprediger Guru Nanak (1469-1538) begründet.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Riesiger Alligator verschlingt Opfer bei lebendigem Leib: US-Jäger fassungslos – Video
    Iranischer Atomphysiker mit satellitengesteuerter Waffe ermordet – Medien
    Kurilen-Inseln: S-300W4 in Alarmbereitschaft versetzt
    Große Krankenhausstudie: 2020 weniger Intensivpatienten mit Atemwegserkrankungen als 2019
    Tags:
    Sikhs, Polizisten, BBC News, Guru Nanak, Indien