03:38 11 Dezember 2019
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    Hitlers Buch Mein Kampf

    „Anzeichen von Wahnsinn“ - Duma-Chef über Neuauflage von Hitlers Hauptbuch

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    Die Neuauflage von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ und von ähnlichen Büchern ist laut dem Vorsitzenden der Staatsduma (russisches Unterhaus), Sergej Naryschkin, unter den heutigen Verhältnissen durchaus unangebracht.

    Bei einem Treffen mit den Teilnehmern des russisch-deutschen Seminars „Neue Grundlagen für Dialog und gemeinsame Deutungen des politischen  Lexikons“ sagte der Abgeordnete am Mittwoch: „Nur Wahnsinnige sehen jetzt Positives in derartigen Projekten, jetzt, wo Europa von Flüchtlingen überschwemmt ist, ein Monster namens ‚Islamischer Staat‘ im Nahen Osten sein Unwesen treibt, so genannte Veteranen der Waffen-SS im Baltikum marschieren und Fackelzüge mit Nazi-Symbolen in Kiew und anderen Städten der Ukraine veranstaltet werden.“

    Naryschkin äußerte seine Überzeugung, dass diese Situation „einen offenen, fairen und sehr ausführlichen Dialog“ verlange.

    „Wir (Russland und Deutschland — Anm. d. Red.) sind natürliche Verbündete im Kampf gegen die Manifestationen des Neonazismus, denn wir sind uns wie kein anderer seiner ganzen Gefahr bewusst“, so der Abgeordnete.

    Seit 1945 war jegliche Neuauflage von Hitlers Kampf- und Propagandaschrift untersagt. Am 1. Januar 2016 wurde das Verbot von „Mein Kampf“ aufgehoben. Mehr als 70 Jahre nach dem Tod Hitlers hat das Institut für Zeitgeschichte in München eine zwar kommentierte, aber jedoch Gesamtausgabe dieses berüchtigten Buches veröffentlicht.

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    Tags:
    Neuauflage, Sergej Naryschkin, München, Deutschland