15:12 31 Oktober 2020
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    Am letzten Tag des persischen Neujahrsfests Nouruz werden Millionen Goldfische in iranische Seen und Flüsse „entlassen“. Laut Experten wird dieser Brauch allerdings eine Bioinvasion hervorrufen und schwere Folgen für die Natur und heimische Tierarten nach sich ziehen, meldet die Agentur ISNA.

    „Einige Einwohner lassen am Sizdah Bedar (der letzte Tag des Nouruz, Anm. d. Red.) sorgsam ihre Goldfische im Fluss frei. Dabei werden sie sich aber gar nicht bewusst, dass die Zahl dieser Fische wächst und zu irreparablen Schäden bei anderen Tierarten, für die der Fluss der Hauptlebensraum ist, führt“, sagte der Leiter der Abteilung für Fischerei und Jagd in der iranischen Umweltschutzorganisation (IEPO), Ali Timouri zur Agentur.

    ​Die Ausbreitung der Goldfische führe zum Aussterben anderer Arten, betonte er.

    „Ein gutes Beispiel dafür sind die Forellen aus der Lachsfamilie, die im Fluss Hermez leben. Wenn die Zahl der Goldfische wächst, werden die Forellen zu ihrer Beute, was zum Verschwinden der Arten führt.“, so Timouri.

    Goldfisch in Iran
    © Flickr / Hamid Najafi
    Goldfisch in Iran

    Die Umweltschutzorganisation sei über dieses Problem sehr besorgt und rufe alle Iraner dazu auf, andere Fischarten für den Brauch zu kaufen.

     „Lassen sie auf keinen Fall aggressive Goldfische in Flüssen frei — sie vernichten alle andere Wasserbewohner", rät der Experte.

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    Tags:
    Bioinvasion, Goldfische, Nouruz, Sizdah Bedar, Iran