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02:21 21 Juli 2019
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    Indianergemeinde Attawapiskat in Kanada

    Indianer wollen reihenweise sterben: Suizid-Epidemie in Nordkanada

    © AFP 2019 / MICHEL COMTE
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    Die Gemeinde Attawapiskat in Kanada hat den Notstand ausgerufen, nachdem elf Einwohner an einem Tag Selbstmord begehen wollten. Die Behörden der Provinz Ontario sprechen von einer „wahren Schreckenslawine“, wie The Guardian unter Berufung auf lokale Medien berichtet.

    Allein im vergangenen Monat wurden in einem 1800-Seelen-Dorf im Norden Kanadas 28 Selbstmordversuche registriert. Mehr als 100 Ureinwohner versuchten sich das Leben zu nehmen. Der jüngste war elf, der älteste 71 Jahren alt. Bei einem Indianer sei der Versuch erfolgreich gewesen, hieß es. Die „Epidemie“ begann im Oktober vergangenen Jahres, als ein 13-Jähriger wegen Mobbings in der Schule versuchte, Suizid zu begehen. 

    Nach Worten von Charlie Angus, Mitglied der regionalen Regierung, ist es eine „wahre Schreckenslawine, wenn immer mehr junge Leute im Winter Selbstmordversuche begehen“.

    Die Behörden haben eine Gruppe von Psychotherapeuten und Sozialarbeitern in die Gemeinde geschickt. Auch die kanadische Gesundheitsagentur hat zwei Psychotherapeuten zur Verfügung gestellt.

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    Tags:
    Indianer, Selbstmord, Suizid, Gemeinde Attawapiskat, Kanada