05:51 25 November 2020
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    Durch die Explosion einer Autobombe in Diyarbakır im Südosten der Türkei sind ein Soldat getötet und 47 Menschen verletzt worden, heißt es in einer Mitteilung des türkischen Generalstabs.

    „Am 11. April um 23.10 Uhr (22.10 Uhr MEZ – Anm. der Red.) sprengten Mitglieder der separatistischen Terrorgruppe PKK ein mit Sprengstoff gespicktes Auto vor dem Gebäude des Bezirksamts der Gendarmerie und des Wohnheims für Militärangehörige in Hani in der Provinz Diyarbakır in die Luft. Ein Soldat wurde getötet, 39 weitere wurden verletzt. Zu den Verletzten zählen auch sechs Familienmitglieder von Soldaten und zwei Zivilisten“, so der Generalstab. 

    Seit Juli 2015 sind bei Gefechten zwischen türkischen Sicherheitskräften und Kurden insgesamt 824 Menschen ums Leben gekommen, wie es in dem wöchentlichen Newsletter der Kurdischen Arbeitspartei (PKK) heißt. Unter den Opfern seien 100 Kinder und 96 Frauen.

    Im Dezember 2015 hatten die türkischen Behörden in mehreren von den Kurden besiedelten Gebieten im Südwesten des Landes im Rahmen einer Antiterror-Operation eine Ausgangsperre verhängt. Die längste Operation gab es im Bezirk Sur von Diyarbakır: Sie dauerte mehr als drei Monate. Dem türkischen Generalstab zufolge sind dabei seit Dezember 2015 mehr als 1.000 kurdische Kämpfer getötet worden. Die PKK-Mitglieder sprechen allerdings von Dutzenden zivilen Opfern.

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    Tags:
    Sprengstoff, Autobombe, Diyarbakir, Türkei