23:52 05 Dezember 2020
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    Die Regierung in Baku sieht die Einladung von Journalisten seitens Armeniens, die nicht anerkannte Republik Berg-Karabach zu besuchen, als eine Provokation. Dies erklärte der Sprecher des aserbaidschanischen Außenministeriums, Hikmet Gadschijew, am Dienstag gegenüber RIA Novosti.

    „Nach der Eskalation der Lage an der Kampflinie in Berg-Karabach betreibt die armenische Seite neue Provokationen, indem sie Journalisten auf illegitime Weise einlädt, die okkupierte Region zu besuchen“, sagte Gadschijew.

    Ситуация в зоне карабахского конфликта
    © Sputnik / PAN Photo/Vagan Stepanyan
    Dem Sprecher zufolge müssen sich Journalisten, die eine Reportage über die Situation an der Kampflinie in Berg-Karabach machen wollen, an das aserbaidschanische Außenministerium wenden, um die entsprechende Genehmigung zu erhalten.

    „Die Anfrage kann man auch per E-Mail schicken. Wir rufen die Journalisten auf, die Gesetze Aserbaidschans zu respektieren, den Konflikt objektiv zu erörtern und von jeglichen Desinformationen abzusehen“, so Gadschijew weiter.

    Der Karabach-Konflikt hatte sich am 2. April verschärft. Das Verteidigungsministerium Aserbaidschans meldete Beschuss durch armenische Streitkräfte, während Armenien „Angriffshandlungen“ der aserbaidschanischen Seite beklagte. Baku und Eriwan machen sich gegenseitig für die Verschärfung der Situation verantwortlich. Nach UN-Angaben sollen in der Konfliktzone mindestens 33 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden sein.

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    Tags:
    Journalisten, Berg-Karabach, Aserbaidschan, Armenien