05:37 19 August 2018
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    IS-Waffendepot in spanischer Enklave in Afrika sichergestellt

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    Terrorgruppierung Islamischer Staat (498)
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    Ein Waffendepot der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) ist in der spanischen Enklave Ceuta in Marokko sichergestellt worden, meldet die spanische Tageszeitung „El Mundo“ am Dienstag.

    Ihr zufolge handelt es sich dabei um vier Pistolen, zwei Maschinenpistolen und mehrere Stichwaffen. Alle Waffen sollen sich in einem guten Zustand befunden haben. 

    „Die wiederhergestellten Daten auf den Speicherkarten zeugen davon, dass das illegale Lager einer Terroristengruppierung gehört hat“, so „El Mundo“.

    Die Gruppierung selbst, die dem Daesh Treue geschworen habe, existiere möglicherweise nicht mehr, weil die Daten aus dem Jahr 2013 stammen. 

    Die spanischen Sicherheitsbehörden widmen den Enklaven Ceuta und Melilia in Afrika besondere Aufmerksamkeit. Wegen der geographischen Lage nutzen die Terroristen diese Gebiete für Anwerbung sowie für den illegalen Waffen- und Menschenhandel. 

    Der IS stellt derzeit eine der größten Bedrohungen für die globale Sicherheit dar. Im Laufe von drei Jahren gelang es den Terroristen, beachtliche Territorien des Iraks und Syriens zu besetzen. Zudem versuchen sie, ihren Einfluss in Nordafrika, darunter in Libyen, auszuweiten.

    Eine einheitliche Front gegen den IS gibt es bislang nicht. Gegen die Gruppierung kämpfen die Regierungstruppen Syriens und des Irak, die US-geführte Koalition, die Kurden sowie libanesische und irakische Schiiten-Milizen. Seit Ende September fliegt auch die russische Luftwaffe Raketen- und Bombenangriffe gegen die Terrormiliz in Syrien.

    In dem Bürgerkrieg kamen bislang rund 220.000 Zivilisten ums Leben, einige Millionen Menschen wurden zu Flüchtlingen.

    Themen:
    Terrorgruppierung Islamischer Staat (498)
    Tags:
    Waffendepot, Terrormiliz Daesh, El Mundo, Libyen, Syrien, Irak, Afrika, Marokko, Spanien
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