18:31 25 Februar 2020
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    Die Zahl der minderjährigen Selbstmordattentäter in Nigeria und in den Nachbarländern im Jahr 2015 ist im Vergleich zum Vorjahr um das Zehnfache angestiegen, wie der Belgische Rundfunk unter Berufung auf das Kinderhilfswerk Unicef berichtet.

    2015 wurden in Nigeria, Kamerun, dem Tschad und dem Niger 44 Attentate von Minderjährigen verübt. Dabei seien drei Viertel der Anschläge von Mädchen ausgeführt worden. Hinter den Gräueltaten stecke vermutlich die Terrorgruppierung Boko Haram.

    „Eines muss klar sein: Diese Kinder sind Opfer, nicht Täter“, mahnt der Unicef-Direktor für West- und Zentralafrika, Manuel Fontaine. Dass Kinder als Instrument des Terrors benutzt werden sei einer der schlimmsten Auswüchse der Gewalt in Nigeria und in den Nachbarländern, sagte Fontaine weiter.

    Die Terrororganisation Boko Haram wurde 2002 im Norden Nigerias gegründet. Übersetzt bedeutet der Name „Westliche Bildung verboten“.  Ihre Anhänger setzen sich für die Einführung der Scharia in ganz Nigeria und für den Kampf gegen westliche Einflüsse ein.

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    Tags:
    Selbstmordattentäter, Kinder, Boko Haram, Nigeria, Afrika