07:14 19 Februar 2018
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    Ukrainische Pilotin Nadeschda Sawtschenko

    Kreml: Falls nötig, bekommt Sawtschenko Hilfe

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    Der Kreml hat keinerlei Informationen über den Gesundheitszustand der ukrainischen Soldatin Nadeschda Sawtschenko, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag zu Journalisten. „Offen gesagt, liegt dies nicht in unserem Zuständigkeitsbereich.“

    „Wir haben keine genauen Informationen, ob es sich um einen Hungerstreik handelt. Die von Sawtschenko und ihrem Rechtsanwalt bereitgestellten Angaben sind sehr widersprüchlich. Einmal ist von einem Hungerstreik die Rede, dann wieder nicht. Einmal ist es ein trockener Hungerstreik, dann wieder nicht. Wir gehen davon aus, dass der Gesundheitszustand der Häftlinge vom russischen Strafvollzugsdienst kontrolliert wird, deswegen sollten wir nichts Schlechtes denken. Wir wollen darauf hoffen, dass Sawtschenko medizinische Hilfe bekommt, wenn sie sich krank fühlt“, so Peskow.

    Wie der russische Strafvollzugsdienst zuvor mitteilte, hat Sawtschenko eine schriftliche Zustimmung zu regelmäßigen ärztlichen Visiten gegeben und wurde von Ärzten untersucht.

    „Die Ärzte haben den Gesundheitszustand von Sawtschenko als zufriedenstellend eingeschätzt. Sie braucht keine dringende stationäre Behandlung“, so der Strafvollzugsdienst.

    Sawtschenko sei weiter unter fachärztlicher Aufsicht und werde unterstützend behandelt. 

    Ein russisches Gericht verurteilte die ukrainische Soldatin Nadeschda Sawtschenko am 22. März zu 22 Jahren Lagerhaft. Nach der Version der Ermittler befand sie sich am 17. Juni 2014 mit dem Bataillon „Aidar“ im Raum der Siedlung Metallist im Gebiet Lugansk, wo sie aus verdeckter Beobachterposition der Artillerie Standortkoordinaten eines Postens der Lugansker Volksmiliz übermittelte, wo sich gerade ein dreiköpfiges russisches Kamerateam und andere Zivilisten aufhielten. Zwei Journalisten wurden bei dem Beschuss getötet.

    Das Urteil trat am 5. April in Kraft. Am nächsten Tag trat Sawtschenko in einen trockenen Hungerstreik und forderte ihre dringliche Rückführung in die Heimat.

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    Hungerstreik, Bataillon Aidar, Dmitri Peskow, Nadeschda Sawtschenko, Lugansk, Ukraine, Russland