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    Stromkrise: Frauen in Venezuela sollen auf das Föhnen verzichten

    © RIA Novosti . Ramil Sitdikov
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    Venezuelas Präsident Nicolas Maduro hat die Frauen des Landes aufgerufen, auf das Föhnen ihrer Haare zu verzichten. Damit sollen sie ihren Beitrag zur Bekämpfung der Stromkrise leisten, schreibt „The Daily Mail“.

    "Ich habe immer empfunden, dass Frauen hübscher sind, wenn sie ihr Haar mit den Fingern bürsten und an der Luft trocknen“, ermunterte Maduro die Damen zur Stromeinsparung. 

    Wegen des Strommangels hatte Venezuela vorige Woche bereits alle Freitage der nächsten beiden Monate zu Feiertagen erklärt. Das Vorhaben ist Teil eines 60-Tage-Plans, mit dem das Land Stromausfälle verhindern will. Maduro verwies außerdem auf die hohen Außentemperaturen und rief dazu auf, Wäscheleinen statt elektrischer Trockner zu verwenden.

    Eine Einwohnerin von Caracas kommentierte den jüngsten Auftritt des Präsidenten: „Wenn der Präsident glaubt, dass der Verzicht auf das Föhnen helfen kann, dann ist das Problem viel ernsthafter, als wir dachten.“ 

    Die Stromkrise ist Maduro zufolge auf das Trockenwetter zurückzuführen, weil die Wasserkraftwerke wegen des abnehmenden Wasserstandes deutlich weniger Strom produzieren. Experten bezweifeln jedoch, dass ein zusätzlicher Feiertag in der Woche das Problem lösen wird. Der größte Stromverbraucher sind ja die Haushalte. 

     

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    Tags:
    Frauen, Feiertage, Krise, Strom, Föhnen, Nicolas Maduro, Venezuela