21:30 27 November 2020
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    Als erster Weltraumspaziergänger hat er Geschichte geschrieben und Jahre danach beim Sojus-Apollo-Projekt US-Astronauten zum historischen Handschlag im All getroffen. Nun erklärt der russische Raumfahrtveteran Alexej Leonow (81), warum er den Amerikanern damals ein „Leben voller Sex“ gewünscht hatte.

    Die Sojus-Apollo-Mission von 1975 war die erste Kooperation der Sowjetunion und der USA in der Raumfahrt. Beide Raumschiffe koppelten am 17. Juli 1975 in der Erdumlaufbahn aneinander an und die Crews konnten von einem Raumschiff ins andere umsteigen (Fotostrecke>>).

    Für Leonow sei dabei die englische Sprache das größte Problem gewesen, erinnert sich noch heute der Mann, der während der Mission von der Umlaufbahn sogar für die Fundsendung „Good morning, America" gesprochen hatte.

    Nach der Beendigung des Sojus-Apollo-Programms wurde Leonow bei einem feierlichen Empfang in den USA zu Wort gebeten. Zuerst habe er routinemäßig über die Ergebnisse berichtet und wollte dann, wie er selbst sagt, etwas mit seinen Englischkenntnissen „angeben“.

    „Ich wollte ihnen ein erfolgreiches Leben wünschen  („I want to wish you a successful life“ — Anm. d. Red.), doch ein Buchstabe ging mir verloren und ich sagte „I want to wish you a sex full life» („Ich wünsche Ihnen ein sex-reiches Leben“ – Anm. d. Red.).

    Sein Versprecher habe dann aber stürmischen Beifall ausgelöst, so Leonow weiter. „Der ganze Saal sprang auf und applaudierte.“ Zehn Jahre später, als die sowjetischen und amerikanischen Raumflieger das Jubiläum des gemeinsamen Fliegens feierten, habe ihn der damalige Nasa-Direktor James Fletcher sogar gebeten, er möge sich bitte noch einmal so versprechen.

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    Tags:
    Sojus-Appolo-Projekt, Alexej Leonow, USA, Russland