09:27 17 Januar 2019
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    Ein Fisch

    Gefährlicher Chemie-Mix: Fisch schwächt Abwehrkräfte

    © Sputnik / Sergei Malgavko
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    Fischgewebe enthält Elemente, die das menschliche Immunsystem schwächen können, wie amerikanische Forscher laut dem Fachportal „Medical Daily“ herausgefunden haben wollen.

    Die zu Lebzeiten von Fischen aufgenommenen organischen Giftstoffe – Rückstände von Pestiziden, Kühlmitteln und Feuerschutzbeschichtungen – behinderten den menschlichen Organismus nach intensivem Verzehr von Fisch daran, für den Menschen gefährliche Gifte abzubauen.

    Der menschliche Körper beinhaltet das lebenswichtige Eiweiß P-Glykoprotein, kurz P-gp, das Zellgifte aus den Körperzellen verdränge und zudem mehreren Toxinen gleichzeitig Widerstand leisten kann. Seit langem hätten Wissenschaftler vermutet, so das Portal, dass persistente organische Schadstoffe an den P-gp vorbei in Körperzellen gelangen und dort ihre schädliche Wirkung entfalten könnten.

    Das Forscherteam vom Scripps-Institut für Ozeanografie unter der Leitung von Amro Hamdoun will nun jedoch festgestellt haben, dass die Schadstoffe die Schutzproteine nicht einfach nur passierten, sondern sich auch noch an die P-gp andocken. Dadurch würde Schutzfunktion der P-Glykoproteine gänzlich ausgeschalten.

    In Thunfisch, eine der beliebtesten Fischsorten überhaupt, haben die Forscher zahlreiche langlebige Schadstoffe und petrochemische Abfallprodukte entdeckt: „Wenn wir diesen Fisch essen, reduzieren wir die Effektivität unseres Immunsystems“, erklärt Hamdoun.

    Zur besonders gefährdeten Gruppe gehörten Säuglinge, weil sich die Schadstoffe in der Muttermilch konzentrierten. P-gp seien im Darm der Neugeborenen gleichzeitig im ersten Halbjahr nur in niedriger Konzentration vorhanden, ergänzt der Wissenschaftler.

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    Tags:
    Fisch