20:05 10 Dezember 2019
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    Russland liefert Hilfsgüter in den Westen Syriens

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    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
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    Rund drei Tonnen russische Hilfslieferungen haben den Ort Salhab in der syrischen Provinz Hama erreicht, wie der Sprecher des russischen Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien Oberst Sergej Iwanow mitteilte.

    Die Einwohner von Salhab erhielten Hilfspakete, die vorgefertigte  Lebensmittel, Fleisch- und Fischkonserven, Zucker, Mehl, Milchpulver und Grütze enthielten. Kinder bekamen auch Leckereien wie Waffeln, Kekse  und Bonbons. Außerdem eröffneten russische Militärärzte eine mobile Sanitätsstelle in Salhab und leisteten allen Bedürftigen medizinische Hilfe.

    „Wir wählen nicht nur die gefährlichsten Hotspots, oder vielmehr die am meisten vom Krieg betroffene Orte, sondern auch grenznahe Gebiete, neben denen sich bewaffnete Banden aufhalten. Auf diese Weise können die Menschen in den Orten, die von diesen Banditen unterdrückt werden, sehen, dass gerade der Staat ihr Leben besser und leichter machen kann," sagte Iwanow.

    Die humanitäre Hilfe sei für 2.000 Menschen aus den ärmsten und notleidendsten Familien der Stadt  bestimmt, in denen Väter, Erwachsene, Kinder oder Brüder beim Kampf gegen die Terroristen  umgekommen seien, betonte  er.

    Zur Organisierung der Hilfslieferungen hatten ein Abgeordneter des syrischen Parlaments und der Bürgermeister von Salhab beigetragen.

    „Ich möchte mich im Namen des syrischen Parlaments und auch persönlich bei der Bevölkerung und der Regierung Russlands sowie bei der russischen Kirche  für die Unterstützung bedanken. Auch möchte ich  Ihnen  meinen herzlichen  Dank für Ihre Hilfe im Kampf gegen den internationalen Terrorismus  aussprechen, " sagte Muhammad  al-Jubajli, der bei den jüngsten Wahlen am 13. April ins Parlament gewählt worden ist.

    Er fügte auch hinzu, vor Beginn des Krieges habe Syrien viele Flüchtlinge aus Jordanien und dem Irak aufgenommen und allen schwächeren Nationen geholfen, wie das auch Russland jetzt tue, das in strenger Übereinstimmung mit dem  Völkerrecht handele.

    Der Bürgermeister Muhammad Asaad Ammun erzählte, dass die Stadtverwaltung von Salhab eine Liste der Personen zusammengestellt hatte, die die russische humanitäre Hilfe erhalten sollten. In die Liste  waren nicht nur Familien aufgenommen, in denen der Alleinverdiener  im Krieg gefallen ist, sondern auch die Verletzten und die am meisten notleidenden Bürger, die von der Stadtverwaltung erfasst werden.  

    Laut dem Bürgermeister war die Stadt während des Krieges mehrere Male beschossen worden. Die Milizkämpfer, die sich in den benachbarten Bergen aufhalten, kämen nachts auf eine Distanz von bis zu 500 Meter an die Stadt heran und  beschießen sie aus Raketenwerfern und Minenwerfern. Bei solchem Beschuss sollen zwei Zivilisten umgekommen und Dutzende verletzt worden sein und einer soll beide Beine verloren haben.

     

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    Hilfe, Krieg, Humanitäre Hilfsgüter, Zentrum für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien, Hama, Syrien, Russland