11:22 29 November 2020
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    Eine Schweizer Bank hat Medienberichten zufolge eine Mitarbeiterin des Reisebüros "Royal Voyages" in eine geschäftsinterne Dschihadisten-Liste eingetragen und ihre Transaktionen gesperrt, weil ihr Vorname Isis Bihiry dem englischen Kürzel der Terrormiliz „Islamischer Staat“ ISIS gleicht.

    „Die Bank hat bestätigt, eine Zahlung von meinem Kunden bekommen zu haben. Später bekam der Kunde jedoch eine Benachrichtigung, dass die Transaktion gesperrt wurde, weil mein Name auf einer Dschihadisten-Liste stehe. Meine Touristen wissen, dass ich Isis heiße. Es ist doch unlogisch zu vermuten, dass sie Terroristen ihr Geld überweisen. Ich bin Kundin dieser Bank und mir gefällt es überhaupt nicht, dass mein Konto nur wegen meines Namens gesperrt ist“, sagte Bihiry gegenüber RT in einem Telefon-Interview. 

    Die Bank PostFinance, eine Tochtergesellschaft der Schweizerischen Post, teilte Frau Bihiry später mit, dass ihr Konto gesperrt worden war, weil Personen mit ihrem Namen, der auch für das englische Kürzel der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) stehen könnte, auf der Sanktionsliste stehen, und für sie finanzielle Einschränkungen gelten.

    „Ich fühle mich nicht sicher. Wegen meines Namens werde ich überall einer bestimmten Klasse zugeordnet. Ich frage mich sogar, ob mein Telefon nicht zufällig abgehört wird und ich nicht bespitzelt werde“, so Bihiry gegenüber RT.

    Isis ist eine Schweizerin ägyptischer Herkunft und wurde nach der antiken ägyptischen Göttin benannt. „Ich werde meinen Namen trotz allem nicht ändern, er ist für mich zu wertvoll. Er geht auf das Alte Ägypten zurück“, so Bihiry. 

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    Tags:
    Sperren, Banken, Terrormiliz Daesh, Ägypten, Schweiz