07:49 06 Dezember 2019
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    Caracas - Hauptstadt von Venezuela

    Verkehrte Krisen-Welt in Venezuela: Umgehend zweitägige Arbeitswoche eingeführt

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    Die venezolanische Regierung hat angeordnet, für Staatsbedienstete die zweitägige Arbeitswoche einzuführen, wie BBC meldet.

    Ab sofort sollen die Staatsbediensteten nur montags und dienstags arbeiten, solange die durch den Ölpreisverfall verursachte Wirtschaftskrise andauert. Die Beschäftigung mittwochs, donnerstags und freitags sei nur im Fall äußerster Notwendigkeit vorgesehen, so BBC. 

    Zuvor hatte Präsident Nikolas Maduro bereits den Freitag zum arbeitsfreien Tag im April und Mai erklärt, um den Stromverbrauch in Venezuela zu reduzieren. Diese Maßnahme gelte für zwei Millionen Menschen, die im Staatsdienst tätig seien.   

    Laut Maduro hat eine verheerende Dürre in Venezuela zu Störungen in Wasserkraftwerken geführt, wodurch das Land zurzeit in einer äußerst schwierigen Lage steckt. Nach seinen Worten wird sich die Situation erst mit Beginn der Regenzeit wieder normalisieren. 

    Dies ist aber bei weitem nicht die einzige Maßnahme zur Stabilisierung der Situation. Unter anderem wurden Einkaufszentren noch im Februar verpflichtet, die bisherigen Öffnungszeiten beizubehalten und sich eigene Stromerzeuger anzuschaffen.

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    Tags:
    Arbeitswoche, Dürre, Wirtschaftskrise, BBC, Nikolas Maduro, Venezuela