04:54 24 November 2017
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    IS im Spar-Modus: Terrormiliz kämpft vor allem mit Geldproblemen

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    Terrororganisation Daesh (307)
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    Die Führung der Terrormiliz Daesh ruft ihre Kämpfer zum Stromsparen auf. Grund dafür sind finanzielle Schwierigkeiten, mit denen die Terroristen in letzter Zeit konfrontiert sind, wie der TV-Sender CNN unter Berufung auf US-Militärquellen berichtet.

    Laut unter IS-Kämpfern abgefangenen Dokumenten sollen alle Terrorkämpfer Strom sparen und die Fahrzeuge, die ihnen zur Verfügung stehen, ausschließlich zur Ausführung dienstlicher Aufgaben einsetzen. Die Finanzierungsbilanzen der Terroristen, die an US-Militärs gelangten, zeugen davon, dass die Dschihadisten mit großen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

    Die Terrormiliz Daesh hat aber laut Air Force Major General Peter Gersten, dem stellvertretenden Kommandeur der US-geführten Koalition, noch ein Problem, nämlich einen abgeschwächten Zustrom von Freiwilligen. Es würden sich jeden Monat „nur noch“ 200 ausländische Kämpfer der Terrormiliz anschließen. Vor etwa einem Jahr waren es dem General zufolge zwischen 1.500 und 2.000 Freiwillige monatlich. Die bereits aktiven Terroristen würden ihren Kampfmut zudem nach und nach verlieren.

    „Wir sehen tatsächlich immer mehr Fälle der Fahnenflucht unter den Kämpfern. Sie sind moralisch und finanziell geschwächt. Immer mehr Kämpfer wollen die Daesh-Reihen verlassen“, so Gersten.

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    Kämpfer, Auto, Strom, Terrormiliz Daesh, Peter Gersten, Syrien, USA