06:55 25 März 2017
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    Syrische Migranten

    Brüssel überzeugt: Flüchtlinge in Türkei wollen heim, nicht in EU

    © AFP 2017/ Louisa Gouliamaki
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    Migrationsproblem in Europa (1255)
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    Die EU-Kommission ist laut ihrem Vizepräsidenten Frans Timmermans überzeugt, dass die in der Türkei angekommenen syrischen Flüchtlinge eigentlich nicht in die EU weiterreisen, sondern in ihre Heimat zurückkehren wollen.

    „Deswegen müssen wir unsere Bemühungen zur Unterstützung der internationalen Gemeinschaft bei der Suche nach Wegen zur Herstellung von Frieden in Syrien doppelt verstärken, damit sich diese Menschen an den Wiederaufbau ihres Heimatlands machen können“, sagte Timmermans bei seinem Auftritt vor Abgeordneten des EU-Parlaments.

    Derzeit haben EU-Länder zur Umsetzung des EU-Türkei-Plans bereits 1.000 Spezialisten nach Griechenland geschickt, so der Timmermanns. Die Zusammenarbeit der EU-Staaten im Kampf gegen die Migrationskrise bezeichnete er im positiven Sinne als beispiellos.

    Timmermans teilte zudem mit, dass die EU-Kommission die Umsetzung von Hilfsprojekten für Flüchtlinge, für die Brüssel Ankara drei Milliarden Euro bereitgestellt hat, mit der Türkei aktiv erörtere.  

    Am 18. März hatten die EU-Staats- und Regierungschefs einen gemeinsamen Flüchtlingsdeal mit der Türkei beschlossen, der die seit dem Zweiten Weltkriegs größte Migrationskrise in Europa beizulegen helfen soll. Die Vereinbarung sieht unter anderem die Rückbeförderung von illegal in die EU gelangten Migranten – vor allem aus Griechenland und der EU-Mittelmehrküste – in die Türkei vor. Dafür muss die EU ebenso viele legale Migranten aufnehmen.   

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    Tags:
    Flüchtlingsabkommen, Zusammenarbeit, Heimat, EU-Kommission, Frans Timmermans, Syrien, Europäische Union, Türkei
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    Alle Kommentare

    • zimbo
      Die Drogendealer, Vergewaltiger, Räuber, Mörder und der IS wollen aber schon zu uns, sofern sie nicht schon da sind.
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      Wenn die Flüchtlinge auch nur einen Funken Verstand hätten, würde die alle nach Russland wollen.
    • zivilist
      Die Syrer wollen heim, wenn die Psychopathen von der NATO bloß endlich aufhören wollten, ihre Heimat zu zerstören.
    • Nun denn, es scheint tatsächlich so zu sein, das die EU - Kommission sich endgültig von der Realität verabschiedet hat. Dann bitte ich doch darum, ihre Ämter zur Verfügung zu stellen und alleine in ihrem eigenen Sandkasten weiter herum zu spielen.

      Dies wäre für alle das beste.

      Weil die also alle in der Türkei bleiben wollen, werfen wir einem irrem Sultan als erste Abschlagszahlung sechs Milliarden in den Rachen.

      Manchmal, oder auch öfter, muß man sich selbst fragen, wann man endlich aus diesem Alptraum aufwachen wird. Das kann doch alles nicht mehr real sein.
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      billyvor
      Es mag durchaus sein - und es wäre ja auch mehr als verständlich - wenn die Flüchtlinge in erste Linie wieder in ihre Heimat wollen, sofern man dort wieder in Frieden und Sicherheit leben könnte.
      Da dies aber noch weit in den Sternen steht, ist Timmermans Aussage einfach Gewäsch.
      Natürlich wollen die in die EU, vorzugsweise nach Deutschland. Wo wird ihnen mehr geboten?
    • Germane
      Brüssel war und ist schon von vielen Dingen überzeugt - aber ALLES hat nicht funktioniert !
    • alexjungAntwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Warum hat man dann No Turkey auf English geschrieben und nicht auf Syrisch ? Das Problem ist das die Flüchtlinge nicht arbeiten, sondern nur Sozialleistungen bekommen wollen. Pro Kind bekommt man extra Geld.
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      mhbh
      Es ist ganz einfach, die "Flüchtlinge" wollen dorthin gehen, wo sie besonders gut alimentiert werden, wo es genug "Money for nothing" gibt, wo man davon träumen kann, als Willkommensgeschenk ein Haus und einen BMW zu bekommen und wenn das nicht funktioniert, dann zumindest nicht arbeiten muß, sondern sein "Einkommen" mit illegalen Tätigkeiten und kriminellen Handlungen aller Art "aufbessern" kann. Das Einzige, was die zur Rückkehr in ihre "Heimat" bewegen kann, ist, wenn es für sie in Europa noch ungemütlicher wird, als sie es von daheim kennen.
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      rkunz
      Möglicherweise würden die meisten syrischen Flüchtlinge schon in ihre Heimat zurück wollen. Aber der von der EU mitgesponserte Krieg gegen Syrien hat den Grund zur Flucht erst geschaffen. Vor dem Krieg zählte Syrien nämlich nicht zu den Ländern, aus denen Menschen emigriert sind - im Gegensatz zur Türkei.

      Aber nach wie vor werden Territorien des Landes von den westgezüchteten "Menschenrechtsaktivisten" der IS kontrolliert. Ausserdem wurde vieles aus den Privathaushalten zerstört oder geplündert und zu den Türken abtransportiert.

      Es wäre wirklich gescheiter gewesen, wenn Europa die "Regime Change" Politik der Zionisten und der USA nicht mitgetragen hätten. Und wenn die Milliarden nicht an die Türken, Mitverursacher und Hauptgehilfen dieses dreckigen Krieges gegen Syrien, sondern an die Flüchtlinge als Starthilfe und Reparationsleistungen ausbezahlt würden.
    • Die Vergangenheit zeigte aber genaus das Gegenteil, von dem, was die EU behauptet.
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