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    Russische Motorradfahrer („Nachtwölfe“)

    „Nachtwölfe“ in Warschau und Wroclaw mit Beifall empfangen

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    Biker-Club „Nachtwölfe“ auf Siegesfahrt 2016 nach Berlin (11)
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    Ein polnischer Biker hat sich der Motorrad-Kolonne der „Nachtwölfe“ aus Russland angeschlossen, um bei der Regelung von Problemen mit der lokalen Polizei zu helfen.

    Die Polen, die die Kolonne der russischen Biker in ihrem Land empfangen, verhalten sich den Bikern gegenüber nicht so, wie die lokalen Behörden und die Polizei, wie eine Korrespondentin des TV-Senders LifeNews vor Ort mitteilt. In Warschau und in Wroclaw wurden die Biker mit Beifall begrüßt. Die polnischen Bürger zeigen Sympathie mit den Teilnehmern der Siegesfahrt, da diese trotz des Einreiseverbots des polnischen Außenministeriums doch eingetroffen seien.

    Bei der Regelung von diversen Fragen mit der Polizei, die die Biker-Kolonne ständig anhalte, helfe der polnische Biker Darek, der sich in eigener Initiative aus Solidarität mit den Russen der Fahrt angeschlossen habe.

    Die Biker sollen heute die tschechische Stadt Brno erreichen, wo sie sich mit den zwölf Vertretern des Motorradclubs „Nachtwölfe“ treffen werden, die bereits in der Stadt angekommen seien. Die neu angekommenen Biker wollen vor Ort Motorräder mieten.

    Die russischen Biker wollen Blumen an Gräbern sowjetischer Soldaten in Europa niederlegen, trotz der Hindernisse, die ihnen die lokalen Beamten in den Weg legen.

    Die "Nachtwölfe" waren am Freitag zu einer „Siegesfahrt“ von Moskau nach Berlin aufgebrochen. Mit der Tour, die über mehrere europäische Staaten führen und am 9. Mai in Berlin enden soll, wollen die Rocker des 71. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa gedenken.

    Bereits im vergangenen Jahr haben die „Nachtwölfe“  anlässlich 70 Jahre Kriegsende versucht, mit einer Motorradtour von Moskau nach Berlin an den Sieg der Sowjetunion über Hitlerdeutschland zu erinnern und der Kriegsopfer zu gedenken. Doch schon an der polnischen Grenze wurde klar, dass sich das Vorhaben nicht nach Plan umsetzen lassen würde.

    Polen verweigerte den „Nachtwölfen“ die Einreise. Auch Deutschland annullierte mehreren Bikern die Einreisevisa. Dennoch gelang es vereinzelten Biker-Gruppen, die „Siegestour“ fortzusetzen und im Treptower Park sowie im Deutsch-Russischen Museum in Karlshorst Blumen niederzulegen. Zahlreiche örtliche Sympathisanten begleiteten die Biker auf ihrer 6000 Kilometer langen Reise.

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    Tags:
    Motorradclub Nachtwölfe, Warschau, Polen