05:49 24 November 2020
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    Der rumänische Hacker Marcel Lehel Lazar, bekannt als „Guccifer“, hat nach eigenen Angaben den E-Mail-Account der früheren US-Außenministerin und jetzigen Präsidentschaftsbewerberin Hilary Clinton wiederholt und ohne Schwierigkeiten geknackt, wie Fox News berichtet.

    „Für mich war es leicht… für mich und für jedermann“, so Lazar gegenüber Fox News in einem Gefängnis im US-Bundestaat Virginia.

    Der 44-jährige Rumäne ist der erste Hacker, der Clintons private E-Mail-Adresse veröffentlichte. Ihr Postfach soll etwa 2.200 Briefe mit vertraulichen Informationen enthalten haben, weitere 22 waren sogar als „Top-Secret“ eingestuft.

    Im März 2016 wurde Lazar an die USA ausgeliefert. Er wird der Veröffentlichung privater E-Mails prominenter Politiker angeklagt, darunter auch des US-Generals Colin Powell und des früheren Beraters von Clinton Sidney Blumenthal. Gerade Clintons Freundschaft mit Blumenthal und ihr „völlig ungesicherter“ Server hätten es ihm ermöglicht, den E-Mail-Account der Außenministerin zu hacken.

    „Es war wie eine Orchidee im Internet, sagte Lazar dem TV-Sender NBC News, als er sich noch in einem Bukarester Gefängnis befand. „Da waren Hunderte von Ordnern.“ Lazar behauptet, er habe auf Blumenthals Account 2013 zugegriffen, und das sei ein Sprungbrett für Clintons Server gewesen, zu dem er sich „zwei Mal“ Zugang verschafft habe, doch die Inhalte seien für ihn damals nicht interessant gewesen. „Ich habe nicht darauf geachtet. Für mich war das kein Server von Hilary Clinton, das war wie ein E-Mail-Server, den sie und die anderen für politische Kampagnen benutzten“, so der Rumäne.

    Lazar hat laut NBC News allerdings keine Daten vorlegen können, die seine Behauptungen untermauern würden. Er wollte zudem keine Kopien der E-Mails zeigen, die er angeblich von Clinton Server heruntergeladen hatte. Clinton behauptete ihrerseits, ihr Account sei nie gehackt worden. Sie habe nie Kenntnis davon gehabt, dass ihr Server je von ausländischen Hackern angegriffen worden sei, sagte Clinton am Dienstag dem TV-Sender MSNBC.

    Laut einer Quelle wollen die Ermittler Lazar über Clintons Server befragen, da er sich jetzt in US-Haft befindet. Guccifer erwartet am 12. September ein Gerichtsprozess in Virginia. Er plädiert auf unschuldig und will nach eigenen Worten mit der US-Regierung zusammenarbeiten. Er habe zwei Gigabytes von Daten, die „zu heiß sind“ und mit der nationalen Sicherheit zu tun haben.

    Am Mittwoch hatte ein US-Bundesrichter gegenüber der Agentur AP erklärt, er könnte Clinton unter Eid aussagen lassen, ob sie ihren privaten E-Mail-Server dafür benutzt habe, der Öffentlichkeit den Einblick in Regierungskommunikation zu verwehren.

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    Gericht, Hacker, E-Mails, Hillary Clinton, Rumänien, USA