07:37 22 August 2017
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    US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump

    „Ich liebe Hispanics": Trump erntet mit Liebeserklärung Hohn und Spott

    © REUTERS/ Carlo Allegri
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    Trump hat noch nicht ganz die 1237 nötigen Delegiertenstimmen gewonnen, die für die republikanische Präsidentschaftsnominierung erforderlich sind. Um mehr Wähler für sich zu gewinnen, schrieb er den US-Hispanics eine „Liebeserklärung“ per Twitter. Mit überraschender Resonanz.

    Am 5. Mai, einem mexikanischen Feiertag, veröffentlichte der republikanische Präsidentschaftskandidat und Multimilliardär Donald Trump ein Foto: Er selbst sitzt an seinem Schreibtisch im Trump Tower — mit breitem Grinsen, Daumen hoch und einer Taco-Bowl auf dem Tisch. Dazu schrieb Trump: „Fröhlichen 5. Mai! Die besten Taco-Bowls gibts im Trump Tower Grill. Ich liebe Hispanics!"

    ​Allerdings hat Trumps „Liebesbotschaft“ ihr Ziel nicht ganz erfüllt. Im Gegenteil: Der Beitrag sorgte im Netz vorrangig für Hohn und Spott. So nannte die Präsidentin der größten Latino-Bürgerrechtsbewegung des Landes, Janet Murguia, die Nachricht „dumm und beleidigend“. „Einen Taco zu essen oder einen Sombrero zu tragen, reicht im Jahr 2016 nicht, um sich bei uns beliebt zu machen", so Murguia.

    Auch eine Reaktion von Trumps demokratischer Konkurrentin Hillary Clinton ließ nicht lange auf sich warten. „Ich liebe Hispanics – Trump, vor 52 Minuten", schrieb Clinton via Twitter. Und weiter: „Wir werden sie deportieren – Trump, gestern."

    Noch in den letzten Wochen hatte Trump die Latinos im Rahmen seines Wahlkampfs als „Vergewaltiger und Drogendealer“ bezeichnet. Er schlug vor, alle illegal in den USA lebenden Einwanderer abzuschieben und dann eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen.

    Clinton warnte am Donnerstagabend vor Donald Trump. Er wolle eine „Abschiebungsgewalt" ins Leben rufen, mit der er Millionen Menschen verhaften würde, sagte Clinton am Donnerstag vor einem überwiegend südamerikanisch geprägten Publikum in Los Angeles. „Der beste Weg, das zu verhindern, ist sicherzustellen, dass er niemals in die Nähe des Weißen Hauses kommt", sagte Clinton.

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