08:35 21 August 2017
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    Luftangriff auf Flüchtlingslager in Idlib, Syrien

    „Desinformationswelle!“ - Kreml zu Luftschlag auf Flüchtlingslager in Syrien

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    Situation in Syrien (2016) (852)
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    Russland und seine Luftwaffe handeln in Syrien äußerst verantwortungsbewusst, um der brüchigen Waffenruhe nicht zu schaden, und rufen auch die anderen Seiten zu ebensolchem Vorgehen auf, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow Medienberichte über den Luftangriff angeblich russischer Bomber auf ein Flüchtlingslager in Idlib kommentierte.

    „Russland hat dies (das verantwortungsbewusste Vorgehen – Anm. d. Red.) mehrmals demonstriert und ruft auch alle anderen Seiten dazu auf, diese verantwortungsbewusste und vorsichtige Herangehensweise zu teilen“, sagte Peskow gegenüber Journalisten.

    Dem Sprecher zufolge liegen dem russischen Verteidigungsministerium sämtliche Informationen darüber, wann russische Jets wo ihre Aufgaben im Rahmen des Syrien-Einsatzes ausführen, vor.

    „Wenn russische Flugzeuge nicht dort agierten, wenn sie doch gar nicht dort waren, dann handelt es sich also (bei den Medienberichten – Anm. d. Red.) um noch eine Desinformationswelle“, so Peskow weiter.

    Am Donnerstagabend veröffentlichten einige syrische oppositionelle Medien Berichte über einen Bombenangriff auf ein Flüchtlingslager in der Provinz Idlib, bei dem etwa 30 Menschen ums Leben gekommen seien. Einige Medien gaben der syrischen und russischen Luftwaffe die Schuld an dem Vorfall.

    Syrische Militärquellen erklärten daraufhin, dass weder die Artillerie noch Flugzeuge der Luftstreitkräfte des Landes keine Angriffe auf das Flüchtlingslager verübt hätten. Die Vorwürfe bezeichneten sie als grundlos. In Washington wies man eine mögliche Verwicklung der US-angeführten Koalition in den Zwischenfall ebenfalls zurück.

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    Flüchtlingslager, Luftangriff, Dmitri Peskow, Russland, Idlib
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