04:43 21 August 2017
SNA Radio
    Spritze

    Auferwecken der Toten? - Nur ganz alltägliche Technologien im Einsatz

    © Flickr/ Nicola Sap De Mitri
    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 1661225

    Eine „Wiederbelebung“ von Patienten nach dem Hirntod ist keine Frankenstein-Geschichte und erfolgt nur mit Genehmigung der Angehörigen der Patienten, wie Ira Pastor, Generaldirektorin von Bioquark Inc. in den USA, im Sputnik-Interview sagte.

    Zuvor war berichtet worden, dass das National Institute of Health dem biotechnologischen Unternehmen „Bioquark Inc.“ aus dem US-Bundesstaat Philadelphia die Erlaubnis erteilt hatte, im Rahmen des Projektes „ReAnima“ Menschen wieder zum Leben zu erwecken.

    „Wir setzen ganz gewöhnliche Technologien ein, die in den Abteilungen für Intensivbehandlung angewendet werden“, so Pastor. Zu den Methoden gehören beispielsweise Injektionen von Peptiden und Stammzellen ins Rückenmark oder den Hirnstamm der Verstorbenen.

    Erstaunlicherweise sind die Angehörigen der Patienten eher schnell einverstanden damit, die Körper der Verstorbenen für das Experiment herzugeben.

    „In den USA und einigen anderen Staaten werden solche Studien an menschlichen Körpern, die an lebenserhaltende Maschinen angeschlossen sind, schon seit mehreren Jahren durchgeführt. In unserem Fall hat die Kommission für medizinische Ethik nur die Liste der anzuwendenden Medikamente erweitert“, erklärt die Direktorin von „Bioquark Inc.“ weiter.

    Das Experiment sei eine Option für diejenigen, die aus religiösen oder anderen Gründen eine Organenspende ablehnen, da es sich eigentlich um eine Art Stammzellen-Spende handelt.

    „Das ist keine Geschichte über Monster Frankenstein, wir graben keine Körper aus. Im Endeffekt entsprechen wir nur dem Wunsch oder Bitte der Angehörigen“, sagt Pastor.

    Zum Thema:

    US-Amerikaner tötet „Zombie-Freund"
    Zombie-Apokalypse: Katzen im Kampf gegen Untote
    Tags:
    USA