09:29 22 August 2017
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    Frauen in einem Fitness-Zentrum

    Weibliche Abneigung gegen Sport: Evolution schuld – US-Wissenschaftler

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    Die Evolution hat den Mann zu Wettbewerb und Konfrontation und die Frau zur Kooperation gestoßen, wird in einer wissenschaftlichen Forschungsarbeit behauptet, die in der Zeitschrift Evolutionary Behavioral Sciences veröffentlicht wurde.

    Ziemlich lange wurde Sport als eine Tätigkeit wahrgenommen, für die sich ausschließlich Männer interessieren. Erst seit einer geraumen Zeit kämpfen Sportbeamte, Politiker und Anhänger der Gleichstellung der Geschlechter gegen die Diskriminierung von Frauen. Heutzutage treiben Frauen in mehreren Ländern eifrig Sport, allerdings sind sie darin im Vergleich zu den Männern gewöhnlich unterrepräsentiert. Dabei weiß beinahe jeder Mann, dass seine Mutter, seine Ehefrau und seine Töchter üblicherweise kein Interesse für Sport zeigen.

    Robert O. Deaner und seine Kollegen von der Grand Valley State University (Allendale, US-Bundesstaat Michigan) haben die Unterschiede in der Motivation und dem Interesse an Sport bei Männern und Frauen unter dem Aspekt der Evolution erforscht.

    Dazu haben sie Daten von mehreren Hunderten wissenschaftlichen Arbeiten  ausgewertet, die sich mit dem Engagement von Männern und Frauen bei verschiedenen Sportarten in verschiedenen Ländern  befassen.

    Ihre Schlussfolgerung: Die Unterrepräsentation der Frauen im Sport ist nicht nur auf geringere Möglichkeiten für ihr Engagement, sondern auf  weniger Interesse seitens der Frauen zurückzuführen. Fast in allen Ländern der Welt treiben doppelt so viele Männer Sport wie Frauen, ungeachtet dessen, in welchem Maße sich die Frauen beeinträchtigt fühlen — seien es ihre Rechte oder die Möglichkeit Sport zu treiben sowie sich Sportveranstaltungen anzuschauen.

    Das geringe Interesse am Sport seitens der Frauen sei also auf die Besonderheiten der biologischen und gesellschaftlichen Evolution des Menschen zurückzuführen. In der Vergangenheit mussten  die Männer die Aufmerksamkeit der Frauen auf sich lenken, indem sie ihre Jäger- oder Kriegerfähigkeiten zur Schau stellten und  im permanenten Wettbewerb zueinander standen. Solche Naturtriebe können auch heutzutage Männer zum sportlichen Engagement anspornen.

    Beweise dazu liefere unter anderem die vorgeburtliche Entwicklung des Menschen, meinen die Wissenschaftler. Die Hormone, mit denen der Mutterleib eine zukünftige Tochter versorgt, weichen von denen ab, die einem zukünftigen Sohn zukommen.  Laut soziologischen Beobachtungen sind selbst die gleichen Erziehungsmethoden für Jungen und Mädchen nicht imstande, solche biologisch verursachten Unterschiede zu beseitigen.

    Da die die Unterschiede im sportlichen Engagement und im Interesse am Sport bei Männern und Frauen nicht durch Diskriminierung oder Sozialisierungsverschiedenheiten sondern durch biologische und evolutionäre Gründe verursacht sind, sollten einige Gesetzesvorschriften, die die gleiche Teilnahme von Männern und Frauen am Sport regeln, revidiert werden, so die Forscher. Sie seien sich aber darüber im Klaren, dass derartige Passagen auf eine vehemente Ablehnung von Politikern und Anhängern der  Gleichstellung der Geschlechter stoßen müssten, was eine heftige Diskussion hervorrufen könnte.

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    Tags:
    Evolution, Interesse, Frauen, Sport, Wissenschaftler, USA
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