08:20 28 September 2020
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    Das russische Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung hält eine völlige Liberalisierung des Gasexports aus Russland nicht vor 2018 für möglich.

    „Unter den entstandenen makroökonomischen Bedingungen ist es optimal, die Lieferung von Rohrleitungsgas über einen einheitlichen Exportkanal beizubehalten. Allerdings muss erst die Wirksamkeit  des bereits angenommenen Beschlusses über die Liberalisierung des Exports von LNG (Flüssigerdgas – Anm. d. Red.) analysiert werden, bevor die Möglichkeit einer vollkommenen Liberalisierung des Gasexportes in Betracht gezogen wird. Zudem müssen die Verpflichtungen zur Gasversorgung des Binnenmarktes zwischen all seinen Teilnehmern umverteilt werden“, sagte ein Gazprom-Sprecher.

    Unabhängige Gasproduzenten haben Gazprom zufolge die Möglichkeit, Gas per Abschluss von Maklerverträgen mit Gazprom zu exportieren.

    Derzeit ist Gazprom der absolute Monopolist für den Gasexport aus Russland. Die Konkurrenten des Unternehmens Rosneft und Novatek wollen das Gazprom-Monopol knacken. Novatek-Chef Leonid Michelson hatte sogar einen Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin geschrieben, um eine Genehmigung für den Gasexport mittels Vertragsabschluss zwischen Novatek und Gazprom Export zu erhalten.

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    Tags:
    Gaslieferungen, NOVATEK, Rosneft, Gazprom