11:03 19 Juni 2019
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    Kühles Blondes macht Wahlkampf: Budweiser vor US-Präsidentenwahlen „patriotisiert“

    © AP Photo / Gene J. Puskar
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    In den USA wird wieder einmal in die Patriotismus-Trickkiste gegriffen: Das populäre Budweiser-Bier von Anheuser-Busch - Achtung, nicht mit dem tschechischen Budwar verwechseln! - wird ab 23. Mai zu den Präsidentenwahlen verändert, wie CNN berichtet. So soll das Bier einen neuen patriotischen Namen und einen absolut amerikanisierten Look erhalten.

    Wer ab Ende Mai sein geliebtes Bud in amerikanischen Supermärkten suchen wird, wird kein Glück haben. Schon in weniger als zwei Wochen wird das berühmte Bier zeitweise nur noch unter dem Namen America in den USA erhältlich sein: konkret bis zu den US-Präsidentschaftswahlen im November.

    Das neue Design soll den Patriotismus unterstützen und „trinkende Menschen dazu inspirieren, gemeinsam Freiheits- und Authentizitätswerte Amerikas und Budweisers zu feiern“. Auf den Dosen- und Flaschenetiketten sollen zusätzlich patriotische Texte und das Bild der Freiheitsstatue erscheinen.

    Patriotische Marken sind nicht neu in den USA. Eine der bekanntesten ist wohl Coca Cola: Für das wohl beliebteste Erfrischungsgetränk der Amerikaner nutzt das Unternehmen hin und wieder die Farben der US-Flagge, auch in zahlreichen Werbespots. Außerdem landete Coca Cola laut dem Marken-Forschungsunternehmen Brand Keys 2015 auf Platz 2 der patriotischsten Marken Amerikas.

    Noch ein anderes bekanntes Unternehmen toppt diesen Patriotismus-Hype – Jeep. Und auf Platz 3 liegt der Medienkonzern Disney, der zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs sogar patriotische Trickfilme mit bekannten Helden wie Donald Duck produzierte.

    Der Patriotismustrick ist schon ziemlich alt, wie Robert Passikoff, Gründer von Brand Keys, dem Portal Foodnavigator-usa.com erläuterte. Ihm zufolge greifen amerikanische Unternehmen regelmäßig in die Patriotismus-Kiste. Das funktioniere immer.

    Assoziationen mit der US-Flagge beispielsweise „werden die Kunden motivieren, sich positiver gegenüber den Marken zu verhalten“, so Passikoff. Die Werbespezialisten appellieren so auf emotionalem Niveau, fügte er hinzu.

    Wer sich dennoch nach dem 23. Mai noch nach seinem traditionellen Bud-Bier sehnen sollte, dem bleibt nur die Hoffnung und möglicherweise persönliches Engagement für ein klares Wahlergebnis direkt im ersten Wahlgang. Bei einer Stichwahl dürften die Patriotismus-Tricks nur noch intensiviert werden.

     

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    Tags:
    Bier, Patriotismus, US-Präsidentschaftswahl 2016, USA