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07:21 16 Oktober 2019
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    Ruslan Kotsaba

    Kiewer Urteil für ukrainischen Journalisten: Aufruf zu Frieden bringt 3,5 Jahre Haft

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    Ein ukrainisches Gericht hat den Journalisten Ruslan Kotsaba zu 3,5 Jahren Haft verurteilt und sein gesamtes Eigentum beschlagnahmt. Kotsaba habe zur Wehrdienstverweigerung aufgerufen und die Arbeit der ukrainischen Streitkräfte behindert, wie das Nachrichtenportal Korrespondent.net am Donnerstag berichtet.

     

    Der Grund für Kotsabas Urteil war eine Videonachricht mit dem Aufruf, sich gegen den Einzug in die ukrainische Armee zu weigern. So solle der Bruderkrieg im Südosten des Landes beendet werden.

    In seinem letzten Wort im Gerichtssaal wandte sich der Journalist mit der Bitte an alle Medienschaffende, bei der Berichterstattung über den Donbass-Konflikt objektiv zu sein.

    Im Februar wurde Kotsaba vom ukrainischen Geheimdienst SBU wegen Verdachts auf Hochverrat und Spionage festgenommen.

    Im Januar hatte der Journalist ein Video veröffentlicht, welches, offiziell dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko gewidmet, „alle vernünftigen Menschen“ dazu aufrief, sich einem Einsatz mit der ukrainischen Armee im Konflikt um den Donbass zu entziehen.

     

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    Tags:
    Urteil, Haftstrafe, Journalist, Medien, Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), Donbass, Ukraine