06:37 06 Dezember 2019
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    In der U-Bahn von Pjöngjang

    Leben in Nordkorea: Metro und Wolkenkratzer trotzen US-Sanktionen

    © Sputnik / Andrei Ivanov
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    Die nordkoreanische Führung hat den Parteitag der Arbeiterpartei Nordkoreas genutzt, um über 100 ausländischen Journalisten aus 40 Ländern die Errungenschaften des Landes zu zeigen. Sputnik-Korrespondent Andrej Iwanow war auch mit seiner Kamera vor Ort.

    Die Verschlossenheit Nordkoreas hat dem Land arg mitgespielt: Der Westen stellt es sich als ein mit Kernwaffen überladenes Land vor, das in Ruinen liegt und hungert. Um diesen Mythos abzubauen, hat die nordkoreanische Regierung für die rund 130 Journalisten aus 40 Staaten, die anlässlich des ersten Parteitags der Kommunistischen Partei seit 36 Jahren ins Land gereist waren, eine großangelegte Führung organisiert.

    In Pjöngjang ist sogar die Metro sehenswert: Obwohl das Netz selbst nicht groß ist, ähneln die Stationen unterirdischen Palästen – fast so schön wie die U-Bahn-Stationen Moskaus.

    U-Bahn-Netz von Pjöngjnag
    © Sputnik / Andrei Ivanov
    U-Bahn-Netz von Pjöngjnag

    Natürlich gibt es auch dort Bilder der ehemaligen Staatschefs  Kim Il-sung und Kim Jong-il.

    In der Metro von Pjöngjang
    © Sputnik / Andrei Ivanov
    In der Metro von Pjöngjang

     

    Manch westlicher Journalist schrieb früher, Nordkorea habe nichts außer der Pjöngjanger U-Bahn und den Raketen. Recht kann man ihnen kaum geben. In der Hauptstadt werden immer mehr schöne und moderne Häuser errichtet. Vor einem Jahr hat man am Fluss Taedong entlang eine ganze Straße mit Hochhäusern mit 40 bis 50 Stockwerken bebaut. Eines der Häuser ist beispielsweise speziell für Wissenschaftler hochgezogen worden.

    Ein Haus der Gelehrten in Pjöngjang
    © Sputnik / Andrei Ivanov
    Ein Haus der Gelehrten in Pjöngjang

     

    Im Haus stehen die Wohnungen in den höchsten Stockwerken bislang allerdings leer. In Nordkorea sind nämlich Stromausfälle keine Seltenheit, da das Land kein eigenes Atomkraftwerk bauen darf. Schuld daran sind die von den USA initiierten Sanktionen. Die haben aber ihr eigentliches Ziel verfehlt: Die Nordkoreaner benutzen zwar selten Aufzüge, Atomwaffen aber entwickeln sie trotzdem.

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    Sanktionen, Sehenswürdigkeiten, Journalisten, Pjöngjang, Nordkorea