21:17 15 Juli 2020
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    In der Hoffnung, einer möglichen Abschiebung zu entkommen, sind Flüchtlinge von Calais bereit, für fiktive Biografien und ärztliche Bescheinigungen viel Geld zu zahlen, schreibt The Times.

    Der Betrug sei aufgeflogen, nachdem eine Pariser Gesundheitsbehörde einen Arzt aufgrund der Vorwürfe suspendierte: Er soll Migranten Geld für gefälschte ärztliche Gutachten abgenommen haben.

    Laut einer syrischen Dolmetscherin, die mit Migranten arbeitet, werden solche Dienstleistungen besonders von neu angekommenen Ägyptern in Anspruch genommen: Diese zahlten bis zu 50 Euro für eine „syrische Biografie“, um sich als Kriegsflüchtlinge auszugeben. Die sogenannten „Verkäufer von Leben“ seien laut der Zeitung auch in Paris verbreitet.

    Afrikanische Migranten zahlen sudanesischen „Dolmetschern“ im Norden von Paris laut The Times 40 bis 50 Euro. Offiziell sollen die Dolmetscher ihren Kunden bei der Vorbereitung von eigenen wahren Berichten über ihr Leben in Frankreich helfen. Tatsächlich erstellen sie jedoch falsche Lebensbeschreibungen, so The Times.

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    Tags:
    Migranten, Calais, Frankreich