11:05 12 Dezember 2017
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    Russischer Schachverband zieht gegen britischen „Telegraph“ vor Gericht

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    Enthüllungen der „Panama Papers“ (30)
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    Der russische Schachverband will gegen die britische Zeitung The Telegraph wegen der Veröffentlichung falscher Informationen über Verbandschef Andrej Filatow vor Gericht gehen, wie der Pressedienst des Verbandes mitteilte.

    Am 10. Mai waren im The Telegraph und einer Reihe von anderen Medien unglaubwürdige Mitteilungen über die Tätigkeit des Verbandschefs aufgetaucht, wie der Presse gemeldet wurde. „Die Schachspieler sind in den Skandal mit den Panama Papers verwickelt“ sei nur eine der verleumdenden Nachrichten gewesen, in denen sich die Medien auf Archivdaten der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca mit Sitz in Panama bezogen.  

    „Vor der Bekanntgabe der diesbezüglichen Unterlagen haben Medienvertreter keinerlei Maßnahmen zur Prüfung der Glaubwürdigkeit der zu veröffentlichenden Dokumente ergriffen“, heißt es in der Pressemitteilung.   

    „Die Zeitung als juristische Person ist für den Wahrheitsgehalt ihrer Meldungen verantwortlich und nicht berechtigt, irgendwelche Rechte oder Geschäftsruf zu beeinträchtigen. Medien müssen unter strikter Einhaltung des Gesetzes agieren und jegliche Informationswillkür verhindern. Selbst bei der Jagd nach brennenden Sensationen wie dem Skandal um die Panama-Papers müssen die zu veröffentlichenden Informationen geprüft und juristisch bestätigt werden“, so Verbandschef Filatow. Die Interessen des russischen Verbandes werden durch die internationale Anwaltskanzlei Quinn Emanuel vertreten. 

    Mossack Fonseca ist mit dem Daten-Leck über die bei ihr registrierten Offshore-Firmen verbunden, das einen weltweiten Skandal ausgelöst hatte. In über elf Millionen publizierter Dokumente, die von Steuerhinterziehung zeugen, tauchen die Namen bekannter Persönlichkeiten und Politiker auf, darunter sogar die mehrerer Staats- und Regierungschefs.

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    Tags:
    Gericht, Skandal, Panama Papers, Der russische Schachverband, Quinn Emanuel, Mossack Fonseca, The Telegraph, Andrej Filatow, Großbritannien, Russland
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