21:12 12 Dezember 2017
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    Asien erwägt eigenen Gerichtshof für Menschenrechte

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    Der Vorsitzende des Verfassungsgerichtes von Südkorea, Han-Chul Park, hat vorgeschlagen, einen asiatischen Gerichtshof für Menschenrechte zu bilden.

    „Es muss ein asiatischer Gerichtshof für Menschenrechte gegründet werden, um unter anderem Frauen und Kinder vor Genozid zu schützen“, erklärte Park auf einer internationalen Konferenz zu Perspektiven der Verfassungsjustiz in St. Petersburg.

    Auch Vize-Vorsitzende des russischen Verfassungsgerichtes, Sergej Mawrin, stimmte dieser Idee zu.

    „Die Initiative ist durchaus gerechtfertigt. Diese Frage wird bereits seit langem behandelt. Unser Vorsitzender hat an diesbezüglichen Diskussionen im Jahre 2015 in Südkorea teilgenommen. Alles befindet sich bisher im Vorbereitungsstadium, solange nicht völlig klar ist, wie Staaten mit verschiedenen Systemen diese Idee unterstützen werden“, sagte Mawrin.         

    Die Völker Chinas sowie Nord- und Südkoreas sind ihm zufolge „in einer Mannschaft“ schwer vorstellbar. „Irgendein Dialog wird letzten Endes aber immer geführt“, so Mawrin.

    „Deswegen befinden wir uns jetzt noch am Anfang des Prozess. Wenn diese Institution eine konkrete Form bekommen wird, werden wir uns an ihrer Arbeit beteiligen. In der gegenwärtigen Etappe unterstützen wir diese Idee prinzipiell.“ 

    Die internationale Verfassungsjustiz-Konferenz wird im Rahmen des 6. Petersburger internationalen Rechtsforums durchgeführt.

    Tags:
    Bildung, Gerichtshof, internationale Verfassungsjustiz-Konferenz, Petersburger internationales Rechtsforum, Sergej Mawrin, Han-Chul Park, Russland, China, Nordkorea, Südkorea
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