20:35 21 Oktober 2018
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    Irak, Afghanistan und andere: 18.000 NSA-Mitarbeiter in Konfliktherden

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    Die Nationale Sicherheitsbehörde der USA hat tausende Mitarbeiter in Krisenherde entsendet, vor allem in den Irak und nach Afghanistan, wie der stellvertretende NSA-Chef Richard Ledgett in einem Interview mit Fox News sagte.

    „Seit 2001 haben wir 5.000 NSA-Mitarbeiter in den Irak und weitere 8.000 nach Afghanistan geschickt – insgesamt 18.000 in verschiedene Konfliktregionen der ganzen Welt“, so Ledgett.

    Laut dem stellvertretenden NSA-Chef mussten Mitarbeiter in „Krisenherde“ geschickt werden, um örtliche Kämpfer zu überlisten. Die Spezialisten nutzten Technologien der „großen Daten“, bei der sie riesige Mengen von abgefangenen Informationen bearbeiteten. Beispielsweise wurden Telefonanrufe abgefangen, deren Standortdaten bearbeitet und anschließend auf eine Karte gezeichnet.

    „Man kann Daten wie Telefonnummer und Standort vereinigen, genauso wie Aktivitäten (der Kämpfer – Anm. d. Red.), und diese einem Analytiker mitteilen, welcher anschließend den Konvoi kontaktieren und übermitteln wird, dass an der besagten Stelle ein Hinterhalt drohe“, erläuterte Ledgett.

    Dabei betonte er, dass sich die Anzahl der Verluste unter Zivilisten gerade dank solcher Aktionen reduzierte. In welchen anderen „Krisenherden“, außer dem Irak und Afghanistan, NSA-Mitarbeiter eingesetzt wurden, gab die Behörde nicht bekannt.

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    NSA, Afghanistan, Irak, USA