15:17 21 Januar 2020
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    In die Sperrzone von Tschernobyl hat das ukrainische Innenministerium jetzt Kräfte der Nationalgarde verlegt, um das Eindringen von Abenteurern sowie den Holzdiebstahl dort zu unterbinden.

    Dies teilte am Freitag die ukrainische Ausgabe „Obozrevatel“ unter Verweis auf den Pressesprecher der Gebietspolizei Kiew, Nikolai Schukowitsch, mit.

    Die Sperrzone von Tschernobyl sollen neben der Polizei fortan auch Streifen der Nationalgarde – zu Fuß wie motorisiert – patrouillieren. Dem Sprecher zufolge haben die Soldaten bereits ihr Lager in der Sperrzone  aufgeschlagen.

    Am 26. April, dem 30. Jahrestag der Havarie im AKW Tschernobyl, hatte der Chef des „Ukrainischen Instituts für nationales Gedenken“, Wolodimir Wjatrowitsch, erklärt, dass die Behörden die Sperrzone um das Atomkraftwerk „nicht dekommunisieren“ würden. „Die Tschernobyl-Zone ist der einzige Ort in der Ukraine, wo die kommunistischen Symbole erhalten bleiben“, betonte er.

    © Ruptly .
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    Der Super-GAU von Tschernobyl ereignete sich am 26. April 1986. Bei der Explosion des vierten Meilers wurde eine Unmenge an radioaktiven Stoffen in die Atmosphäre ausgestoßen. Der radioaktiven Strahlung waren fast 8,4 Millionen Menschen in der Ukraine, in Weißrussland und Russland ausgesetzt.

    Um das Atomkraftwerk herum wurde damals im Radius von 30 Kilometern eine Sperrzone geschaffen. Aus den dort gelegenen Städten Prypjat und Tschernobyl sowie aus weiteren 74 Ortschaften wurden alle Einwohner evakuiert.

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    Atomkraftwerk Tschernobyl, Nikolai Schukowitsch, Ukraine, Tschernobyl