00:43 24 Juli 2017
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    Trotz Besorgnissen: Der Baikalsee wird nie austrocknen - Wissenschaftler

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    Seit Jahren spricht man davon, dass der Wasserstand im Baikalsee sinkt. Nun behaupten einige auch noch, dass der Bau eines Wasserkraftwerks (WKW) am Fluss Selenga, dem wasserreichsten Zufluss des Sees, diesen zum Austrocknen bringen werde. Laut einem russischen Ökologen ist das aber nichts weiter als reine Phantasie.

    „Der Baikalsee wird nie austrocknen“, sagte der Umweltexperte Juri Winokurow. Dabei ist der Wissenschaftler der Meinung, dass auch die Errichtung eines Wasserkraftwerks am Fluss Selenga in der Mongolei den See nicht zum Austrocknen bringen würde. Ihm zufolge hat das Land ein Recht auf den Bau eines WKWs, aber dazu wäre ein zwischenstaatliches Abkommen notwendig.

    „Der Bau (des WKWs – Anm. d. Red.) muss mit den allgemeinen Problemen der Formierung des Abflusses des Baikalsees verknüpft werden. Es ist nötig, die Besonderheiten seines Systems und die Bedürfnisse seitens der mongolischen Seite zu berücksichtigen und das zusammen auszuarbeiten“, so Winokurow.

    Der Baikal ist mit einer Tiefe von bis zu 1.700 Metern der tiefste Binnensee der Erde. Er enthält 20 Prozent des weltweiten Süßwasservorkommens. Mit seinen Ausmaßen von etwa 650 km Länge und 78 km Breite gehört er zu den größten Seen unseres Planeten.

    Mit einem Alter von mehr als 25 Millionen Jahren ist der Baikal außerdem der älteste See der geologischen Geschichte der Erde. Der Baikalsee besitzt eine einzigartige Flora und Fauna, wobei nur wenige Seen solch eine hohe Artenvielfalt vorweisen können. 1996 erklärte die Unesco die Baikal-Region zum Weltnaturerbe.

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    Tags:
    Wasserkraftwerk, Umwelt, Wissenschaftler, Baikalsee, Russland
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