19:12 29 März 2017
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    Werden gefährliche Spionageflüge Routine? Kollision über Pazifik knapp verhindert

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    Russische Fluglotsen haben bereits zum zweiten Mal in der letzten Zeit eine Kollision von zwei Flugzeugen über dem Japanischen Meer verhindern können, indem sie die Flughöhe einer ausländischen Passagiermaschine wegen der gefährlichen Annäherung eines unbekannten, vermutlich Spionageflugzeuges änderten, berichtet der russische TV-Sender NTV.

    Der Vorfall ereignete sich am Mittwochmorgen über neutralem Gewässer des Japanischen Meers im Verantwortungsbereich der russischen Fluglotsen.

    „Die Fluglotsen haben ein nicht identifiziertes Flugobjekt in etwa 10.000 Meter Höhe geortet. Es war nicht gelungen, seine Transpondersignale zu orten, die Versuche, Kontakt zu dem Flugzeug aufzunehmen, blieben erfolglos“, zitiert der Sender einen mit der Situation vertrauten Informanten.

    Gleichzeitig soll sich im selben Gebiet eine Passagiermaschine befunden haben, die auf dem Weg von Tokio nach Paris war. „Um eine Kollision zu vermeiden mussten die Fluglotsen die Flughöhe des Passagierflugzeugs ändern“, so die Quelle.

    Am Montag war bereits der Militärattaché der US-Botschaft ins russische Verteidigungsministerium einberufen worden, wo er auf das unprofessionelle Vorgehen des US-Aufklärungsflugzeugs RC-135 am 22. Mai am Himmel über dem Japanischen Meer hingewiesen wurde. Die Operation habe eine Kollisionsgefahr mit Flugzeugen ziviler Fluglinien geschaffen. Das russische Verteidigungsministerium forderte außerdem, ähnliche Flüge der US-Aufklärungsflugzeuge nahe der russischen Grenzen künftig zu unterlassen.

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    Tags:
    Spionageflugzeug, Kollission, Flugzeug, Pazifik, Japanisches Meer, Russland
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