01:44 28 Oktober 2020
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    US-Spionageflugzeuge, wie RC-135, führen ihre Aufklärungsflüge an den östlichen Grenzen Russlands fast täglich. Doch am 22. Mai haben sie eine reale Gefahr für Passagierjets geschaffen, wie der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, am Mittwoch Journalisten mitteilte.

    Konaschenkow zufolge war das US-Spionageflugzeug RC-135 vom Luftstützpunkt Kadena in Japan mit einem ausgeschalteten Transponder geflogen und führte dann einen Aufklärungsflug an Russlands Ostgrenzen über dem Japanischen Meer in Höhe von 10.000 Metern.

    „Bei der Annäherung an Russlands Staatsgrenze hat der Aufklärungsjet RC-135 begonnen, die internationale Luftroute zu durchkreuzen, auf der zu dem Zeitpunkt zwei Passagierflieger der KLM-Fluglinie (auf dem Weg von Tokio nach Amsterdam) und der Swiss Airlines (von Tokio nach Zürich) flogen“, sagte der Militärsprecher.

    Die Crew der Swiss Airlines habe Sichtkontakt mit einer viermotorigen großen Maschine bei den russischen Fluglotsen aus dem Wladiwostoker Zentrum für Flugverkehrskontrolle gemeldet. „Nach der Einschätzung der Situation änderten die Fluglotsen um 5:41 Uhr die Flughöhe der beiden Passagiermaschinen, um eine gefährliche Annäherung mit dem Spionageflugzeug zu vermeiden“, so Konaschenkow weiter.

    Laut Konaschenkow sind „die Flüge von US-Aufklärungsflugzeugen nahe der östlichen Grenzen Russlands nichts Außergewöhnliches und werden fast täglich durchgeführt“.

    „Doch diesmal hat der US-Spionagejet beim Manövrieren entlang der internationalen Flugroute eine reale Kollisionsgefahr mit Flugzeugen ziviler Fluglinien geschaffen, die zu katastrophalen Folgen führen hätte können“, so Konaschenkow.

    Am Montag war der Militärattaché der US-Botschaft ins russische Verteidigungsministerium einberufen worden, wo er auf das unprofessionelle Vorgehen des US-Aufklärungsflugzeugs RC-135 am 22. Mai am Himmel über dem Japanischen Meer hingewiesen wurde.

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    Tags:
    Spionageflugzeug, Kollision, Gefahr, Igor Konaschenkow, USA, Russland