20:43 18 November 2017
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    Gefährlich nah: Geisterflugzeug zwingt Lufthansa-Jet zu Höhenwechsel

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    Ein nicht identifizierbares Flugzeug hat sich wieder einer Passagiermaschine über dem Japanischen Meer gefährlich genähert. Wie russische Medien berichten, musste ein Lufthansa-Flugzeug seine Flughöhe ändern, um einem unbekannten Flieger auszuweichen. Das ist bereits der dritte solche Zwischenfall in der Region seit einer Woche.

    Der Vorfall spielte sich am Mittwoch über den neutralen Gewässern des Japanischen Meeres im Zuständigkeitsbereich der russischen Flugsicherung ab, teilte ein mit der Situation vertrauter Informant mit. „Die russischen Fluglotsen mussten die Flughöhe des Lufthansa-Jets, der von Tokio nach München unterwegs war, um fast 400 Meter ändern, weil ein unbekanntes Flugzeug gefährlich nahegekommen war.“

    Am Sonntag hatten Medien unter Verweis auf Fluglotsen berichtet, dass zwei europäische Passagiermaschinen über dem Japanischen Meer einem nicht identifizierten Flugzeug nur knapp ausgewichen seien.

    Tags darauf wurde der US-Militärattaché ins russische Verteidigungsministerium einbestellt, wo er auf das unprofessionelle Vorgehen eines US-Aufklärungsflugzeugs vom Typ RC-135 am 22. Mai am Himmel über dem Japanischen Meer hingewiesen wurde.

    Nach russischen Angaben war der Spionagejet beinahe mit zwei Zivilflugzeugen kollidiert. Am Mittwoch teilten Piloten der Fluggesellschaft Swiss mit, sie hätten am 22. Mai auf dem Flug von Tokio nach Zürich noch im Bereich des Fernen Ostens ebenfalls eine „undefinierbare“ Maschine gesichtet.

    In den letzten Monaten lokalisiert die russische Luftabwehr immer häufiger US-Spionageflugzeuge in der Grenznähe. Die Amerikaner, die meist in der Ostsee-Region und im Fernen Osten auftauchen, fliegen nach russischen Angaben stets mit abgeschalteten Transpondern, offenbar um die eigene Identifizierung zu erschweren.

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    Tags:
    Lufthansa, Japanisches Meer, Pazifik, Russland
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