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06:18 22 Juli 2019
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    Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa

    Moskau: Zusammenhang zwischen Sawtschenko-Fall und Minsker Abkommen ein Mythos

    © Sputnik / Alexei Kudenko
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    Der Fall der ehemaligen ukrainischen Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko hat nichts mit dem Minsker Abkommen zu tun, wie die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte.

    „Es ist ein großer Mythos, der sich darüber kultiviert, dass der Fall Sawtschenko und ihr Austausch gegen zwei russische Staatsbürger im Einklang (mit dem Minsker Abkommen – Anm. d. Red.) verlaufen oder ein natürlicher Teil des Minsker Abkommens sind“, so Sacharowa.

    Was die „erfolgreiche Umsetzung“ des Abkommens wiederum betreffe, so „gibt es nur ein Rezept: den direkten Dialog zwischen Kiew und dem Donbass“, unter Vermittlung derjenigen Länder, die entsprechende Verpflichtungen auf sich genommen hatten, betonte die Diplomatin.

    Die ukrainische Soldatin Sawtschenko war in Russland zu 22 Jahren Haft verurteilt worden. Ein russisches Gericht befand sie für schuldig, im Juni 2014 im Gebiet Lugansk das Artilleriefeuer auf eine Gruppe von Zivilisten gelenkt zu haben. Dabei wurden zwei russische Reporter – Igor Korneljuk und Anton Woloschin — getötet. Am Mittwoch ist Sawtschenko von Russlands Präsident Putin begnadigt worden. Angehörige der getöteten Journalisten sollen explizit darum gebeten haben, wie aus dem Kreml verlautete. Direkt im Anschluss ist sie nach Kiew ausgeflogen worden.

    Gleichzeitig sind von ukrainischer Seite die Russen Alexander Alexandrow und Jewgeni Jerofejew von Präsident Poroschenko begnadigt und nach Moskau überstellt worden. Jerofejew und Alexandrow waren erst am vergangenen Montag von einem ukrainischen Gericht zu jeweils 14 Jahren Haft verurteilt worden. Den beiden wurde zur Last gelegt, an einer „aggressiven Kriegführung“ sowie der „Verübung von Terrorakten“ in der Konfliktregion Donbass beteiligt gewesen zu sein.

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    Minsker Abkommen, Nadeschda Sawtschenko, Maria Sacharowa, Ukraine, Russland