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09:08 19 September 2019
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    Paradox? Potentieller Taliban-Rekrut erhält Asylstatus in Lettland

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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    In Riga hat ein Gericht einem afghanischen Staatsbürger den Asylstatus gewährt, und das trotz einer Ablehnung der Migrationsbehörde. Zuvor hatten die Taliban versucht, den Mann in seiner Heimat zu rekrutieren.

    Im September 2015 erhielt der staatliche Grenzschutz Lettlands einen Asylantrag von einem afghanischen Staatsbürger. Dabei erläuterte der Mann, dass er in seiner Heimat als Sicherheitsbeamter bei einem Abgeordneten gearbeitet habe, wo ihn Kämpfer der radikalen islamischen Miliz Taliban versucht hätten zu rekrutieren.

    Eigenen Angaben zufolge hatte er sich geweigert, der Organisation beizutreten. Deshalb hätten die Taliban ihm und seiner Familie gedroht. Aus diesem Grund habe der Mann Afghanistan verlassen.

    Im Januar 2016 lehnte die lettische Migrationsbehörde seinen Asylantrag ab und der Afghane erhielt einen alternativen Status.

    Später legte er Berufung gegen diesen Beschluss bei einem örtlichen Gericht ein, welches dann entschied, dem Mann den Asylstatus zu gewähren. Diese Entscheidung ist nun endgültig.

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    Tags:
    Migranten, Asylbewerber, Taliban, Afghanistan, Riga, Lettland