03:54 26 Juni 2017
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    Die Terrormiliz Dschebhat al-Nusra zieht ihre Kräfte nordwestlich von Aleppo zusammen

    Generalstabschef: Al-Nusra erneut auf Vormarsch dank Waffenversorgung aus Türkei

    © AFP 2017/ Fadi al-Halabi
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    Tagtäglich fahren Lastwagen, gefüllt mit Waffen und Munition für die Terrororganisation Al-Nusra-Front, aus der Türkei nach Syrien, was es ermöglicht, Beschuss und Provokationen fortzusetzen, wie der russische Generalstabschef Sergej Rudskoj am Freitag mitteilte.

    „Diese ständige Versorgung mit Kräften und Waffen ermöglichte es den Terroristen von Dschebhat an-Nusra den provokativen Beschuss sowie den Vormarsch gegen die syrischen Regierungstruppen fortzusetzen. Somit fesseln sie deren Vorgehen gegen IS-Terroristen in anderen Richtungen“, sagte Rudskoj bei einem Briefing, das der TV-Sender „Rossija 24“ ausstrahlte.

    Somit sei Al-Nusra-Front das Haupthindernis auf dem Weg zur Ausbreitung der Waffenruhe auf die nördlichen Provinzen Syriens Aleppo und Idlib.

    „Dschebhat an-Nusra nutzte die Waffenruhe und den Umstand, dass sich Einheiten dieser terroristischen Organisation in den gleichen Gebieten befinden, wie auch Formationen der gemäßigten Opposition, gegen die die russische und die syrische Luftwaffe keine Angriffe fliegen, und stellte teilweise ihre Einsatzfähigkeit wieder her, füllte ihre Waffenreserven auf und ging zu aktiven Kampfhandlungen über“, so Rudskoj.

    Gleichzeitig erklärten dem Generalstabschef  zufolge jedoch 60 weitere Formationen ihren Anschluss an die Waffenruhe. „Verhandlungen zwischen den Mitarbeitern des russischen Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien mit den Chefs von örtlichen Verwaltungen und Kommandeuren von bewaffneten Gruppierungen werden ununterbrochen geführt“, unterstrich Rudskoj.

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    Tags:
    Munition, Waffen, Al-Nusra-Front, Sergej Rudskoi, Türkei, Syrien