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    A woman holds her cat dressed in traditional Ukrainian clothing vyshyvanka as she takes part in March in vyshyvankas in Kiev, Ukraine, May 24, 2015

    Islam: Neue Fatwas verbieten Schachspielen und Selfies-Katzen

    © REUTERS / REUTERS/Valentyn Ogirenko
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    Das saudi-arabische Oberste Komitee für wissenschaftliche Forschungen und religiöses Recht hat mehrere religiöse Vorschriften – Fatwas – veröffentlicht, die Selfies mit Tieren, insbesondere mit Katzen, sowie Brett- und Kartenspiele verbietet, teilte das Portal LNR Media unter Bezugnahme auf einen Artikel im US-Nachrichtenmagazin Newsweek mit.

    Der Autor der Fatwa über Selfies und Katzen ist der bekannte saudi-arabische Theologe Scheich Saleh ibn Fawzan Al-Fawzan, dem zufolge Fotos mit Tieren  ein Zeichen für eine Verehrung der westlichen Kultur sind.

    Es geht eigentlich nicht um die Katzen selbst. Das Problem liegt nicht in den Tieren, sondern in deren Darstellung, die im Islam als Idol aufgefasst wird. Idole widersprechen den Gesetzen der wahren Religion. Deswegen „darf man sich weder mit Hunden noch mit Katzen oder Wölfen fotografieren“, betont Al-Fawzan.

    Zuvor hatte die britische Daily Mail berichtet, dass eine andere bekannte religiöse Persönlichkeit des Landes, Abd al Aziz Al Sheikh, Moslems verboten habe, Schach zu spielen. Er habe das Verbot damit begründet, dass dies „Zeitverschwendung“ und eine Abart der vom Koran verbotenen Glücksspiele sei.

    In einer anderen religiösen Vorschrift geht es um das Verbot für Brett- und Kartenspiele nach dem japanischen Zeichentrickfilm „Pokémon“. In der Fatwa wird hervorgehoben, dass Pokémons der islamischen Glaubenslehre direkt widersprechen. Zudem seien die Spiele nicht nur reine Zeitverschwendung, sondern enthalten auch zionistische Ideen und regen einen ungesunden Spieleifer an.

    Inzwischen hatte das Department für islamische und wohltätige Angelegenheiten (IACAD) vor einem Monat eine Fatwa zum Verbot der illegitimen WLAN-Nutzung veröffentlicht, hebt LNR Media hervor. In der Fatwa von Dubai heißt es, dass „die Nutzung von dem, was anderen gehört, ohne dabei ihre Einwilligung erhalten oder bezahlt zu haben, untersagt wird“. Daraus folgt, dass "das Internet nur nach dem Abschließen eines Abonnements genutzt werden darf“.

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