00:14 11 August 2020
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    Zum ersten Mal in ihrem Leben hat die Tante von Kim Jong-un, die seit 1998 in den USA lebt, Medienvertretern ein Interview gegeben und über die Kindheit ihres Neffen erzählt.

    Ko Yong Suk ist 60 Jahre alt. Seit 1998 lebt sie mit ihrem Mann und drei Kindern in den USA, berichtet die Zeitung „The Washington Post“ (WP).

    Ein offener Kim Jong-un
    © REUTERS / KCNA
    Kim Jong-un wurde 1984 geboren, sagte Ko in dem WP-Interview, nicht 1982 oder 1983, wie viele angeben. Sie wisse dass ganz genau, da ihr erster Sohn in demselben Jahr auf die Welt kam. Ab dem zwölften Lebensjahr hätte der künftige Machthaber Nordkoreas in der Schweiz eine Schule besucht, damals lebte auch die Schwester seiner Mutter dort und passte auf den Jungen auf.

    „Wir haben in einem einfachen Haus gewohnt und waren eine ganz einfache Familie. Ich habe ihm (Kim Jong-un – Anm. der Red.) erlaubt, Freunde einzuladen, da wir wollten, dass er ein normales Leben führt. […] Die Kinder haben mit Lego gespielt“, zitiert WP Ko Yong Suk.

    Sie habe Kim Jong-un nach Paris ins Disneyland gefahren, zuvor sei er mit seiner Mutter im Disneyland in Tokio gewesen. Zudem habe der künftige Staatschef in den Alpen Ski gelaufen, sich auf der französischen Riviera erholt und in italienischen Restaurants gegessen.

    DerJunge sei besonders an Spielen und Technik interessiert gewesen und habe versucht herauszufinden, warum „die Schiffe schwimmen und die Flugzeuge fliegen“. In der Schule sei er von Basketball besessen geworden. Im Sommer sei er immer gern zurück nach Nordkorea gefahren.

    „Er war kein Schlingel, aber er wurde schnell zornig. Ihm fehlte es auch oft an Geduld. Wenn seine Mutter ihn dafür ausschimpfte, dass er zu viel spielt und zu wenig lernt, widersprach er ihr nie. Er hat anders protestiert, zum Beispiel mit einem Hungerstreik“, erinnert sich die Frau.

    Kim Jong-uns achtem Geburtstag hätten hohe Militärs beigewohnt, erzählt Ko Yong Suk weiter. Sie hätten ihm „eine Generalsuniform mit Sternen geschenkt. Danach haben sich die echten Generäle vor ihm verbeugt und ihm seitdem immer ihren Respekt bekundet.“

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    Tags:
    Interview, The Washington Post, Nordkorea