15:50 21 August 2017
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    Britische Bierdeckel sind „pro Brexit“ – und haben viele Fragen an Lagarde

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    Tim Martin, Gründer der Bar-Kette JD Wetherspoon und bekennender Brexit-Befürworter, hat 200.000 Bierdeckel mit Appellen an alle Briten, den Internationalen Währungsfond (IWF) und dessen Direktorin Christine Lagarde persönlich drucken lassen, wie The Guardian berichtet.

    Die Bierdeckel sollen drei Wochen vor der Volksabstimmung am 23. Juni in 920 Pubs im ganzen Königsreich ausgelegt werden. Sie enthalten Botschaften an die Brexit-Gegnerin Lagarde vom IWF mit Fragen wie: „Warum sollen wir dem IWF vertrauen?“

    Die Glasuntersetzer sind beidseitig beschrieben. Beide Seiten dekorieren rhetorische Fragen, die zum spannenden Appetizer für aufregende Bar-Diskussionen gedacht sind: „Ist die IWF-Regierung besser als die von der Fifa?“, „Wurdet ihr von jemandem gewählt?“, „Warum steht Griechenland schon seit sechs Jahren vor ernsthaften Problemen — trotz der IWF-Beratung?“, „Hat der IWF die Eurozone davor gewarnt, dass noch keine Währung ohne Regierung in der Geschichte überlebt hat?“

    Historisch gelten die britischen Pubs schon immer als Treffpunkt für Diskussion der politischen und gesellschaftlichen Lage. Nichts Neues also, wenn das heiße Thema des EU-Austritts auch in britischen Pubs beim Bier debattiert wird.

    „Die Regierung hat der Gesellschaft eine Reihe von Finanzinstitutionen vorgestellt, welche, meiner Meinung nach, die wirtschaftlichen Aussichten im Falle des Austritts (Großbritanniens aus der EU – Anm. d. Red.) völlig verzerrt haben“, erklärt Tim Martin seine Initiative.

    Laut neusten Umfragen holen die Brexit-Befürworter deutlich auf. Wie Reuters berichtet, bleiben sie mit 46 gegen die 51 Prozent der Anhänger aber noch in der Minderheit.
    Das Referendum über den Austritt oder den Verbleib Großbritanniens in der EU findet am 23. Juni statt.

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