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    Kiew: Olympiabär fällt „Entkommunisierung“ zum Opfer

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    In der ukrainischen Hauptstadt ist eine Skulptur des Olympiabären vernichtet worden. 36 Jahre lang stand der Bär neben dem Hotel „Libid“, bis er der „Entkommunisierung“ zum Opfer fiel.

    „Dieser hübsche Bär stand seit 1980 am Eingang des Hotels Libid. In dieser Woche, spät am Abend, hat eine Gruppe von schlecht erzogenen Jugendlichen, die unsere Stadt nicht mögen, ihn zerbrochen“, lautet ein Facebook-Post auf der Seite des Klubs gebürtiger Einwohner von Kiew.

     

     

    Aus den Kommentaren zu dem Post geht hervor, dass die Hotelverwaltung die Skulptur mit eigenen Mitteln wiederherstellen möchte.

    Im Mai 2015 war in der Ukraine ein Gesetz in Kraft getreten, das das kommunistische und das NS-Regime verurteilt und die Propaganda sowjetischer Symbole verbietet. Laut diesem Entkommunisierungs-Gesetz sollen die Städte und Straßen der Ukraine, die die Namen sowjetischer Staatsfunktionäre tragen, umbenannt werden.

    Das Ukrainische Institut für nationales Gedenken hatte eine Liste mit 520 historischen Persönlichkeiten veröffentlicht, deren Aktivitäten unter die Dekommunisierung fallen und deren Namen aus diesem Grund aus geographischen Bezeichnungen verschwinden sollen. Diese Anordnung stößt sogar im Westen des Landes auf Widerstand bei der Bevölkerung.

    Die Kampagne gegen das sowjetische Erbe war in der Ukraine nach dem Machtwechsel vom Februar 2014 eingeleitet worden. Bis November 2016 sollen landesweit mehr als 900 Ortschaften umbenannt werden.

     

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    Tags:
    Entkommunisierung, Kiew, Ukraine